Arktischer Ozean

Der Arktische Ozean – eines der Frühwarnsysteme für globale Umweltveränderungen. Er ist größtenteils von Eis bedeckt. Doch mit dem Einstrom wärmeren Wassers und der Erhöhung der Lufttemperaturen ändert sich die Meereisdecke: Sie schrumpft nicht nur in der Fläche, sondern nimmt auch in der Dicke stark ab. Diese Änderungen sind ein sensibler Indikator für Klimaschwankungen.

Doch auch andere Aspekte machen dem Arktischen Ozean zu schaffen. Als „böser Bruder des Klimawandels“ wird die Ozeanversauerung bezeichnet. Ebenso wächst das Problem der Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll, selbst im hintersten Winkel der arktischen Tiefsee. Das AWI erforscht den Arktischen Ozean deshalb interdisziplinär. Diese Seite stellt wichtige Beiträge über den Arktischen Ozean aus den verschiedenen Themenbereichen zusammen.

Mission im arktischen Eis

Welche Rolle spielt das Meereis im Gefüge des Klimasystems? Ist das Meereis ein Indikator für die globalen Klimaveränderungen? Können also anhand der Veränderungen des Meereises Rückschlüsse auf Klimaveränderungen gezogen werden? All dies sind Fragen, die es in der Meereisphysik zu beantworten gilt.

In diesem Video stellt das AWI-Forscherteam seine Methoden vor und zeigt Aufnahmen von einer Sommerexpedition des Forschungseisbrechers POLARSTERN in die zentrale Arktis. Das Team war zu jenem Zeitpunkt im hohen Norden, als die Meereisbedeckung im September 2012 so weit zurückging, wie nie zuvor seit Beginn der Messungen.

News

AWI-Unterwasserroboter Tramper erfolgreich geborgen

Erfolgsmeldung aus der Arktis

AWI-Unterwasserroboter Tramper erfolgreich geborgen

Tiefseeforscher des Alfred-Wegener-Instituts haben am 27. August 2017 den Unterwasserroboter Tramper nach fast 60 Wochen Messungen aus 2435 Metern Wassertiefe geborgen. Es war der erste Langzeiteinsatz eines Kettenfahrzeugs unter dem arktischen Meereis. Die ersten 24 Wochen hat das Gerät die biogeochemischen Messungen wie geplant an verschiedenen Orten durchgeführt. Eine blockierte Kette bedingte, dass der AWI-Tramper ab Januar an derselben Stelle blieb, aber weiterhin den Sauerstoffgehalt des Sediments aufzeichnen konnte.

Neue Erkenntnisse zur arktischen Meereisbedeckung in Vergangenheit und Zukunft

Nature Communications Studie

Neue Erkenntnisse zur arktischen Meereisbedeckung in Vergangenheit und Zukunft

Die Temperatur in der Arktis erwärmt sich heute zwei bis dreimal schneller als die globale Mitteltemperatur. Folge - und durch Rückkopplungseffekte auch Ursache - hiervon ist das schwindende Meereis. Geo- und Klimawissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) zeigen in einer aktuellen Nature Communications-Studie, dass in der zentralen Arktis in der Erdgeschichte bei noch höheren globalen Temperaturen – jedoch einem geringeren CO2-Gehalt - als heute auch im Sommer Meereis vorkam.

An der nördlichen Grenze giftiger Algen

Expeditionsankündigung

An der nördlichen Grenze giftiger Algen

Schmelzende Gletscher beschleunigen den Süßwasserabfluss ins Meer und verringern den Salzgehalt. Wenn zusätzlich Temperaturen steigen, finden giftige Algenblüten, die das marine Ökosystem beeinträchtigen können, beste Bedingungen. Doch gibt es eigentlich eine nördliche Grenze für gefährliche Algen? Dieser Kernfrage geht jetzt eine Expedition auf dem Forschungsschiff Maria S. Merian „MSM65“ nach. Vom 25. Juni bis zum 19. Juli erforschen Wissenschaftler aus Oldenburg und Bremerhaven, gemeinsam mit Experten aus Nordamerika und Chile, die Küste und Fjorde auf der Westseite Grönlands – einer Region, in der die Einflüsse