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Neueste Erkenntnisse zur MOSAiC-Scholle

Muscheleis mit Steinchen

Neueste Erkenntnisse zur MOSAiC-Scholle

Um die MOSAiC-Scholle gelangen während der sommerlichen Eisschmelze Sedimente, kleine Steinchen und Muscheln an die Oberfläche, die bei ihrer Entstehung vor den Neusibirischen Inseln mit eingefroren wurden. Ein immer seltener werdendes Phänomen, da heutzutage der größte Teil des schmutzigen Eises schmilzt, bevor es überhaupt in die zentrale Arktis gelangen kann, berichten Forschende jetzt in The Cryosphere.

Polarstern zurück an der MOSAiC-Eisscholle

MOSAiC-Expedition

Polarstern zurück an der MOSAiC-Eisscholle

Nach einem Monat hat die Polarstern am 17. Juni die MOSAiC-Eisscholle bei 82,2 °Nord, 8,4 °Ost wieder erreicht, die das deutsche Forschungsschiff für Crewwechsel und Versorgung vor Spitzbergen am 17. Mai 2020 verlassen hatte. Voller Tatendrang setzt das Forschungsteam des vierten Fahrtabschnitts mit Teilnehmenden aus 19 Ländern damit die einjährige MOSAiC-Expedition mit Untersuchungen von Ozean, Eis und Atmosphäre in der Arktis fort. Bereits Anfang dieser Woche sind ihre Vorgänger der dritten Etappe mit den beiden Forschungsschiffen Sonne und Maria S. Merian in Bremerhaven angekommen.

Arktisches „Eis-Management“ gegen den Klimawandel?

Modellierung

Arktisches „Eis-Management“ gegen den Klimawandel?

Gemäß einer viel diskutierten Geo-Engineering-Idee könnten der Meereisrückgang und die globale Erwärmung gebremst werden, indem Millionen im Eis driftender, windgetriebener Pumpen die winterliche Eisbildung in der Arktis ankurbeln. AWI-Forscher haben diesen Vorschlag erstmalig in einem komplexen Klimamodell getestet und ihre Ergebnisse jetzt in der Fachzeitschrift Earth’s Future veröffentlicht. Dabei kommen sie zu ernüchternden Ergebnissen: Zwar könnten eisfreie Sommer um einige Jahrzehnte hinausgezögert werden. Außerhalb der Arktis würde dieser massive Eingriff jedoch keine nennenswerte Abkühlung mit sich bringen.