Galerie

Ein bunter Haufen: So sieht Mikroplastik aus

Als Mikroplastik bezeichnen Fachleute Plastikpartikel, -fasern, pellets und andere Plastikfragmente, die fünf Millimeter und kleiner sind. Sie wurden inzwischen in nahezu allen Lebensräumen der Weltmeere nachgewiesen und kommen auch in Flüssen und Seen vor.

Die Bilder, die wir in dieser Galerie zeigen, stammen von unseren US-amerikanischen Kollegen vom Chesapeake Bay Program und wurden im Labor von Dr. Lance Yonkos von der Universität Maryland aufgenommen. Er hatte Mikroplastik-Proben aus vier Flüssen untersucht, die alle über die Chesapeake Bay, die größte Flussmündung der USA, in den Atlantischen Ozean fließen. Weitere Fotos aus dieser Serie gibt es auf der Flickr-Seite unserer Kollegen. 

News

Starke Belastung der Biodiversität durch Mikroplastik

Starke Belastung der Biodiversität durch Mikroplastik

Im Rahmen einer Untersuchung des westpazifischen Kurilen-Kamtschatka-Grabens haben Senckenberg-Forscher:innen mit der Unterstützung von AWI-Wissenschaftler:innen sowie Forschenden der Goethe-Universität Frankfurt eine hohe Mikroplastik-Verschmutzung nachgewiesen, die größer ist als zuvor angenommen. Bei der Auswertung der Sedimentproben stellte das Forschungsteam fest, dass in jeder der 13 entnommenen Proben aus bis zu 9450 Metern Tiefe zwischen 215 und 1596 kleinste Mikroplastik-Teilchen pro Kilogramm enthalten waren. Zur Originalpressemitteilung
 

Mikro- und Nanoplastik aus der Atmosphäre belastet Meere

Mikroplastik in der Atmosphäre

Mikro- und Nanoplastik aus der Atmosphäre belastet Meere

Prognosen zufolge wird die Kunststoffverschmutzung bis 2040 auf bis zu 80 Millionen Tonnen pro Jahr ansteigen. Inzwischen wurden in fast allen Bereichen der Umwelt Plastikteilchen festgestellt, zum Beispiel in Gewässern, im Boden und in der Luft. Durch Meeresströmungen oder Flüsse gelangen die kleinen Plastikteilchen sogar bis in die Arktis, die Antarktis oder die Tiefsee. Eine neue Übersichtsstudie zeigt nun, dass auch Wind die kleinen Teilchen weit transportieren kann – und das deutlich schneller als Wasser: Durch die Atmosphäre gelangen sie schon innerhalb von Tagen von den Quellen selbst zu den entlegensten Orten der Erde. Wie

Plastikproduktion verringern!

Müll im Meer

Plastikproduktion verringern!

In einem „Letter to Science“ fordert eine internationale Gruppe von Fachleuten, die Produktion neuer Kunststoffe zu begrenzen, um das Problem der Umweltverschmutzung mit Plastik in den Griff zu bekommen. Das Team um die Erstautorin Melanie Bergmann vom Alfred-Wegener-Institut argumentiert, dass wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge alle anderen Maßnahmen nicht ausreichen werden, um mit dem Tempo der steigenden Plastikproduktion, dem damit verbundenen Eintrag in die Umwelt und den Klimafolgen Schritt zu halten.



Buchtipp

Die Geschichte von der Schildkröte und der Plastikqualle
von Sarah Nelms & Kate Nelms, University of Exeter

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