Christian Buschbaum

Wie alle weltweiten Lebensräume unterliegen auch Meeresökosysteme einem steten Wandel. Dieser ist teils natürlich bedingt, aber auch in einem zunehmenden Maße durch den Menschen beeinflusst. In meiner Forschungsarbeit versuche ich die Veränderungen und ihre Ursachen aufzuzeigen, natürliche Prozesse von anthropogenen abzugrenzen und stelle die daraus gewonnen Erkenntnisse Umweltbehörden und der Öffentlichkeit zur Verfügung. Derzeit widme ich der Einschleppung gebietsfremder Arten in Kombination mit dem Klimawandel besondere Aufmerksamkeit.

Lars Gutow

Wie wirken sich menschliche Aktivitäten auf die Wechselbeziehungen zwischen Organismen und Arten aus? Dieser Frage gehe ich anhand von Freilandbeobachtungen und Laborexperimenten nach. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf den Folgen des Klimawandels und der Verschmutzung der Ozeane durch Kunststoffabfälle. Mein geographischer Schwerpunkt liegt in den Küstengewässern der gemäßigten Breiten. Im Rahmen internationaler Kooperationen werden jedoch auch andere Meeresregionen und ihre Organismen untersucht.

Jan Beermann

Ich interessiere mich für die Ökologie zoobenthischer Gemeinschaften und insbesondere deren Interaktionen mit ihrer Umwelt. Momentan untersuche ich die Eignung verschiedener Indikatoren für Signale der benthischen Gemeinschaften und inwiefern diese Belastungsgradienten in den deutschen Küstengewässern abbilden. Darüber hinaus verfolge ich auch experimentell-ökologische Ansätze, für die ich insbesondere Amphipoden (Flohkrebse) als Modelorganismen verwende, um entsprechende Fragestellungen zu untersuchen.

Dago Lackschewitz

studierte Biologie in Bremen und Göttingen und verfasste ihre Diplomarbeit über ein angewandt ökologisches Thema im Wattenmeer am Senckenberg Institut in Wilhelmshaven. Nach der Promotion an einem Max-Planck-Institut in Göttingen folgte ein Post Doc Aufenthalt in den USA, bevor sie in heimische Gewässer zurückkehrte und sich mit verschiedenen Aspekten der Ökologie benthischer Organismen im Wattenmeer beschäftigte. Seit 2009 gilt ihr Hauptinteresse eingeschleppten, nicht-heimischen Arten (Neobiota), die zunehmend die heimischen Lebensgemeinschaften verändern. Sie ist verantwortlich für ein spezifisches Monitoring-Vorhaben, mit dem neu auftretende Neobiota in Küstengewässern zeitnah erfasst und ihre Ausbreitung überwacht wird. Sie ist in verschiedene nationale und internationale Expertengruppen eingebunden.

Tobias Dolch

Tobias hat Geographie mit Studienschwerpunkt „Ökologie und Umwelt“ an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Monash University, Melbourne studiert. 2004 ging er zur Wattenmeerstation Sylt des AWI und fertigte hier seine Doktorarbeit über langfristige Veränderungen im Wattenmeer an, wobei er Dynamiken von Lebensräumen (Habitaten) sowie von Küstenlinien und Wattsedimenten untersuchte. Nach der Promotion 2008 fokussierte er sich auf die Küstenökologie und befasst sich hier primär mit Seegraswiesen im Wattenmeer. Da Seegraswiesen ökologisch bedeutsame wie auch sehr empfindliche Habitate sind, interessiert ihn ihr aktueller Zustand und ihre langzeitliche Entwicklung sowie die Frage, wie sie in Zukunft auf einen rasch steigenden Meeresspiegel reagieren werden. Zur Klärung dieser Fragen läuft Tobias jedes Jahr im Sommer mehrere Wochen durchs Watt und untersucht dort die Seegrasbestände.

Andreas Waser

Ich habe ein breites Interesse an der Ökologie benthischer Organismen in Küstengebieten. Ich bin besonderes daran interessiert zu untersuchen, wie verschiedene Arten miteinander interagieren und welche Konsequenzen dies für andere Arten und die benthische Artengemeinschaft im Allgemeinen hat. Meine Forschung konzentriert sich auf invasive Arten, Parasiten und habitatbildende Arten wie zum Beispiel Miesmuscheln und Austern. In meinem aktuellen Projekt untersuche ich die epibenthische Artengemeinschaft von subtidalen Gezeitengebieten in der Sylt-Rømø-Bucht, mit besonderem Schwerpunkt auf kürzlich aufgelassenen Miesmuschelbodenkulturen. Ziel des Projekts ist es zu untersuchen, ob diese ehemaligen Kulturflächen geeignete Habitate für natürliche Muschelbänke in der subtidalen Gezeitenzone sind.

Ketil Koop-Jakobsen

Die Küstenzone ist voll von hochspezialisierten Pflanzen, die an das Leben im oder in der Nähe des Meeres angepasst sind, was für die Funktion des Küstenökosystems eine entscheidende Rolle spielt. Meine Forschung konzentriert sich auf die Ökosystemleistungen, die die Küstenvegetation erbringt, wie z.B. die Eindämmung des Klimawandels, die Rückhaltung von Nährstoffen und den Schutz der Küste vor Erosion, sowie auf die einzigartigen Wechselwirkungen zwischen Pflanzen, Sedimenten und Mikroben, die diese Leistungen erleichtern. Seit 2020 arbeite ich in der Gruppe Küstenökologie an der Wattenmeerstation, wo ich die Kohlenstoffspeicherung in Salzwiesen und Seegraswiesen des Wattenmeeres untersuche. 

Eike Petersen

Seit Januar 2017 arbeite ich im Team der Gemeinschafts- und Evolutionsökologie als Biologisch-technische Assistentin. Meine Aufgabengebiete umfassen unter anderen molekularbiologische Methoden, Betreuung von Feldexperimenten, sowie Monitoring von Parasiten in Miesmuscheln und Austern. Forschungsarbeiten im Watt bereiten mir große Freude und dabei stehe ich den Studenten gerne mit Rat und Tat zur Seite.