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Verknüpfung von mikro-physikalischen Eigenschaften mit Makrostrukturen in Eisschilden mittels geophysikalischer Techniken

Die Bewegung des antarktischen Eisschildes wird durch Prozesse an seiner Ober- und Unterseite, sowie durch die räumliche Variation der rheologischen Eigenschaften im Eis kontrolliert. Die interne Struktur des Eisschildes stellt ein integriertes Gedächtnis der Wechselwirkung dieser Prozesse und Eigenschaften dar, deren Kenntnis für die Entschlüsselung seiner Geschichte und der Vorhersage seines zukünftigen Verhaltens eine Schlüsselfunktion besitzt.

Die beantragte Nachwuchsgruppe befasst sich mit der Detektion der makroskaligen Architektur interner Schichten mittels elektromagnetischer und seismischer Reflexionsverfahren, und dem Verständnis der mikroskaligen physikalischen Eigenschaften, die diese Reflexionen verursachen. Laterale Abbildungen der Schichtarchitektur stellen eine komplementäre Information zu dem direkten Nachweis der reflexionsverursachenden physikalischen Mikroeigenschaften dar, die sich nur durch Eiskerne gewinnen lassen, die aber nur Punktinformationen liefern.

Die frequenzabhängigen dielektrischen Eigenschaften von Eis im Bereich von 100 kHz bis 3 GHz werden durch Messungen von Firn- und Eiskernen mittels einer großen Koaxialzelle analysiert. Seismische Eigenschaften, und die Möglichkeit diese durch Experimente an der Oberfläche abzubilden, werden mit Feldstudien in den europäischen Alpen und der Antarktis untersucht. Die Kombination mit physikalischen Eigenschaften von Eiskernen erlaubt Vorwärtsmodellierungen von Seismogrammen und die Identifizierung des Ursprungs seismischer Reflektoren. Die Entwicklung einer Inversionsmethode ermöglicht es, die in den elektromagnetischen und seismischen Daten vorhandene Informationen über mikrophysikalische Eigenschaften zu bestimmen, und somit die Verteilung der physikalischen Eigenschaften in der Eissäule darzustellen - ein synthetischer Eiskern.


 

Neuigkeiten

 

InBev-Baillet Latour Antarctica Fellowship für früheres LIMPICS-Mitglied, Oktober 2012:

Reinhard Drews erhält InBev-Baillet Latour Antarctica Fellowship

 

Vibroseis-Technik von SCAR PAIS-Programm empfohlen, Juli 2012:

Das neue SCAR Scientific Research Programme PAIS (Past Ice Sheet Dynamics) führt die Vibroseis-Technik, die durch das LIMPICS-Projekt in der Glaziologie eingeführt wurde, als methodisches Werkzeug für zukünftige Erkundungen in der Antarktis auf.

 

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Stellenangebote

Derzeit keine offenen Stellen.


 

Angebote für Diplom-, Master- und Bachelorarbeiten

(im Bereich der angewandten Geophysik innerhalb der Sektion Glaziologie)

 

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Förderung

LIMPICS ist eine Emmy Noether-Nachwuchsgruppe, finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), angesiedelt am AWI und dem Institut für Umweltphysik der Uni Heidelberg.

 

GPR-setup Antarctica

Typischer Bodenradar-Messschlitten zur Feldarbeit auf dem Eisschild, um die interne Struktur in geringen Tiefen abzubilden.


 
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