Geophysikalische Forschung in den Polarregionen am AWI erkundet den Untergrund vom Meeresboden bis zum Erdmantel. Wir liefern Beiträge, um die Rolle der Polarregionen hinsichtlich globaler tektonischer aber auch klimatologischer Prozesse besser zu verstehen und sind daher an langen Zeitreihen interessiert. Diese zeigen, wie sich die polaren Umweltbedingungen in den letzten 160 Millionen Jahren verändert haben. Zielregionen sind im Norden Spitzbergen, Grönland, Nordkanada, Sibirien und der arktische Ozean. Im Süden arbeiten wir überwiegend in den Seegebieten der Antarktis, auf dem Kontinent selbst, aber auch vor Afrika, Südamerika, Australien und Neuseeland, die sich in der Erdgeschichte von der Antarktis getrennt haben. Wir wollen die Prozesse verstehen, die die Kontinentdrift antreiben, aber auch wie die Öffnung der verschiedenen Meeresstrassen das Klima in der Erdgeschichte beeinflusst haben.

Unsere Forschung in den Polarregionen wird durch die harschen Umweltbedingungen erschwert und erfordert daher einen hohen persönlichen Einsatz. Die anerkannte wissenschaftlich/technische Kompetenz des gesamten Geophysik-Teams wird auch in Zukunft neue Entdeckungen gewährleisten.