Architektur
Nachdem die Forschungsstelle Potsdam 1992 ihre Arbeit aufgenommen hatte, zeigte sich schnell, dass die auf dem Telegrafenberg vorhandenen Gebäude unzureichend waren. Schon im Mai 1993 wurde mit der Planung für ein dreigeschossiges Labor- und Bürogebäude begonnen. Dieses Gebäude hatte erhebliche Anforderungen zu erfüllen, sowohl von wissenschaftlicher als auch von architektonischer Seite.
Kombination von Architektur und modernster Gebäudetechnik
Einerseits mussten die verschiedenen technischen Anforderungen für den Laborbetrieb gewährleistet werden, andererseits sollte sich das neue Gebäude harmonisch in das Architekturensemble des historisch entstandenen Landschaftsparks auf dem Telegrafenberg einfügen. Mit der Planung wurde der Kölner Architekt Prof. Oswald Mathias Ungers beauftragt. Dieser hatte bereits 1986 die Entwicklung des Hauptgebäudes des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven übernommen.
Bei dem Laborneubau der AWI-Forschungsstelle auf dem denkmalgeschützten Telegrafenberg galt es, funktionale Erfordernisse zu erfüllen und sich mit dem besonderen Gelände und seinen Bauten auseinanderzusetzen. Beim Bau des Potsdamer Gebäudes wurde der Lennésche Landschaftspark zum Ausgangspunkt aller Überlegungen. Ein Kompromiss zwischen architektonischem Anspruch und funktionalen Nutzräumen mit modernster Gebäudetechnik musste gefunden werden. Die innere Struktur des Neubaus entwickelte sich aus den funktionalen Vorgaben eines Labor- und Verwaltungsgebäudes. Die äußere klare Halbkreisgeometrie setzt sich im Inneren fort. Zentrum des Gebäudes ist eine halbrunde, von oben belichtete Halle, von der aus alle Räume über Galerien erreichbar sind. Das halbrunde in Stahlbauweise errichtete Gebäude verfügt über eine zentrale Halle mit einem Glasdach. In dem Gebäude finden sich physikalisch-technische und chemische Laborräume der Arbeitsgruppen "Atmospärenphysik" und "Periglazialforschung".





