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Pressemitteilungen

Sie finden hier alle Pressemitteilungen des Alfred-Wegener-Instituts seit 2006. Ältere Pressemitteilungen werden in den kommenden Wochen nachgetragen. Die Bilder innerhalb der Pressemitteilungen nur sind zur Verwendung in Zusammenhang mit Berichterstattung über das genannte Thema freigegeben. Wenn Sie die Bilder für einen anderen Zweck verwenden möchten, kontaktieren Sie bitte die Abteilung für Kommunikation & Medien.
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22. Juli 2014: Meilenstein auf dem Weg zum Neubau eines Nachfolgeschiffes des Forschungseisbrechers Polarstern: Reederei F. Laeisz als Partner

Die Reederei F. Laeisz G.m.b.H. erhielt in diesem Frühjahr den Zuschlag für die Beratungsleistung zum Entwurf und Bau eines zukünftigen deutschen Forschungseisbrechers. Am heutigen Dienstag, dem 22. Juli 2014, unterzeichneten Vertreter der Reederei und des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven zusätzlich einen Vertrag für die Bereederung des Schiffes.

Zur Pressemitteilung: Meilenstein auf dem Weg zum Neubau

 

16. Juli 2014: Überraschende Klimabilanz: Seen in Permafrostgebieten entzogen der Atmosphäre langfristig mehr Treibhausgas als sie bei ihrer Entstehung freisetzten

Seit der letzten Eiszeit haben die sogenannten Thermokarst-Seen in den arktischen Permafrostgebieten der Atmosphäre mehr Treibhausgase entzogen, als sie zuvor bei ihrer Entstehung ausgestoßen hatten. Dieses überraschende Forschungsergebnis präsentiert ein internationales Wissenschaftlerteam heute in einer Online-Veröffentlichung des Fachmagazins Nature. Die Forscher hatten bis zu 10.000 Jahre alte Bodenablagerungen aus nordsibirischen Seen untersucht und erstmals die Kohlenstoff-Gesamtbilanz für mehrere hunderttausend Gewässer berechnet. Ihr Fazit: Die durch die Klimaerwärmung nach der letzten Eiszeit entstandenen Tauwasser-Seen emittierten zwar kurzfristig große Mengen Methan. Auf lange Sicht aber kühlten sie das Klima der Arktis, indem sie 1,6-mal mehr Kohlenstoff aufnahmen und speicherten als sie zuvor abgegeben hatten. Eine wärmer werdende Arktis könnte diesen Prozess jedoch innerhalb kurzer Zeit wieder umkehren.

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26. Juni 2014: Je einfacher, desto wärmeresistenter – Wissenschaftler finden den Schlüssel für die Anpassungsgrenzen von Meeresbewohnern

Je einfacher ein Meereslebewesen aufgebaut ist, umso lebensfähiger ist es im Klimawandel. Zu dieser Erkenntnis sind Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, in einer neuen Metastudie gekommen, die heute in dem Fachmagazin Global Change Biology erscheint. Darin haben die Biologen erstmals die Komplexität von Lebewesen mit den Grenzen ihrer Anpassung an ein wärmeres Klima in Beziehung gesetzt und festgestellt: Während einzellige Bakterien und Archaeen selbst im heißen, sauerstoffarmen Wasser leben können, stoßen Meeresbewohner mit einem komplexeren Bauplan wie Tiere und Pflanzen spätestens bei einer Wassertemperatur von 41 Grad Celsius an ihre Wachstumsgrenzen.

Zur Pressemitteilung: Je einfacher, desto wärmeresistenter

 

23. Juni 2014: Ausstellungseröffnung am 26. Juni: Ozeane - Expedition in unerforschte Tiefen

Fast tänzerisch gleiten Eselspinguine über das Wasser. Knapp darunter schweben filigrane Feuerquallen durch einzelne Lichtstrahlen und Mantarochen gleiten majestätisch dahin. Weit in der Tiefe erscheint gespenstisch und mit riesigen Fangzähnen der Vipernfisch. Der Kieler Naturfotograf Solvin Zankl hat sie alle fotografiert. Seit Jahren reist er um die Welt, sucht Inseln, Küsten und die offene See auf, um die Bewohner der Ozeane in all ihrer Pracht zu dokumentieren.

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19. Juni 2014: Neuentdeckung am Meeresgrund – AWI-Wissenschaftler benennen bislang unbekannte Unterwasserberge nach Nelson Mandela und einer Romanfigur aus „Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär“

Seit heute erscheinen auf den Seekarten des Südatlantiks und des Weddellmeers die Namen zweier zuvor unbekannter Unterwasserberge: „Madiba Seamount“ und „Nachtigaller Shoal“. Bei der Namenswahl folgte das Sub-Committee on Undersea Feature Names (SCUFN) auf seiner diesjährigen Tagung in Monaco den Vorschlägen von zwei Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. Diese hatten die Berge vergangenes Jahr auf Polarstern-Expeditionen in die Antarktis entdeckt. Mit der Benennung ist nun ein weiteres Stück des Meeresbodens offiziell erschlossen worden.

Zur Pressemitteilung: Neuentdeckung am Meeresgrund

 

5. Juni 2014: Forschungsschiff Polarstern startet Richtung Arktis - Veränderungen von Eisbedeckung, Ozeanströmungen und Auswirkungen auf die Lebewelt des Ozeans im Fokus

Am Freitagabend, den 6. Juni 2014, wird das Forschungsschiff Polarstern mit 52 wissenschaftlichen Expeditionsteilnehmerinnen und –teilnehmern von Institutionen aus fünf Ländern sowie 43 Crewmitgliedern Richtung Arktis starten. Ziel ist die Framstraße im Seegebiet zwischen Grönland und Spitzbergen. Sie bildet die einzige tiefe Verbindung zwischen Arktischem Ozean und Nordatlantik. Dort untersuchen die Forscher längerfristige physikalische, ozeanographische, chemische und biologische Veränderungen von der Atmosphäre bis in die Tiefsee.

Zur Pressemitteilung: Forschungsschiff Polarstern startet Richtung Arktis

 

28. Mai 2014: Neue Studie belegt: Instabiler Antarktischer Eisschild hat in der Vergangenheit zum rasanten Meeresspiegelanstieg geführt

Der Antarktische Eisschild hat zum Ende der letzten Eiszeit in kurzer Zeit sehr viel Eis verloren und damit den Meeresspiegel weltweit rasant um mehrere Meter ansteigen lassen. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam in einer Studie, die in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Nature veröffentlicht wurde. Das Gemeinschaftsprojekt von Geologen und Klimawissenschaftlern belegt, dass ein instabiler antarktischer Eispanzer das Klima auf der Südhalbkugel schlagartig verändern kann und liefert gleichzeitig wichtige Hinweise dafür, wie sich der aktuelle Klimawandel auf die Eismassen am Südpol auswirken könnte.

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1. Mai 2014: Kein europäisches Meer ohne Müll? Neue Studie zeigt, dass alle untersuchten Meeresregionen Europas verschmutzt sind

Ein internationales Forscherteam hat erstmals großflächig die europäischen Meere auf Müll untersucht und ist dabei in jeder Region fündig geworden: von küstennahen Gebieten bis hinab in die Tiefsee. Die Ergebnisse dieses Zensus erscheinen am 1. Mai im Online-Fachblatt PLOS ONE. Wie sich dieser Müll auf die Meeresbewohner und schließlich auch auf uns Menschen auswirken wird, ist jedoch bislang weitestgehend unbekannt.

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14. April 2014: Erfolg in der Arktis: Wissenschaftler-Team gelingt Vermessung von „dünnem“ Eis

Zwei Wochen waren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Bord des von der Universität Hamburg gecharterten Forschungsschiffes „RV Lance“ unterwegs. Begleitet wurde die Kampagne vom Forschungsflugzeug Polar 5 des Alfred-Wegener-Instituts und zahlreichen Helikopterflügen. Mit Erfolg: Eine clevere Kombination aus Satellitendaten, Eisradar und Modellierung schafft die Grundlage für eine Vermessung der dünner werdenden Eisdecke und eine sichere Navigation in der Arktis.

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9. April 2014: Forschungsschiff Polarstern kehrt nach eineinhalb Jahren in der Antarktis in die Heimat zurück

Nach eineinhalb Jahren in der Antarktis wird das Forschungsschiff Polarstern am 13. April in seinem Heimathafen Bremerhaven zurückerwartet. Neben Crew und Wissenschaftlern mit an Bord: jede Menge Daten, Proben und Tiere aus dem Südpolarmeer, die in den Laboren des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), demnächst genauer untersucht werden. Sie stammen aus dem Gebiet des Filchner-Ronne-Schelfeises ganz im Süden des Weddellmeeres, wo Wissenschaftler auf dem letzten antarktischen Fahrtabschnitt Meereis, Meeresströmungen und die Lebensgemeinschaften erforscht haben.

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Wissenschaftliche Grundlagen zu den IPCC-Themen, an denen das AWI mitarbeitet, vermitteln unsere Faktenblätter zu Meereis, Klima und Eisschild:

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