Wochenberichte Polarstern

Die Expedition PS101 von Tromsø nach Bremerhaven

Das Forschungsschiff Polarstern ist am 9. September 2016 von Tromsø aus zur Forschungsreise PS101 ausgelaufen. Die Expedition ist der Erkundung des Karasik Seebergs (87°N, 61°O) und den Hydrothermal-Systemen des Gakkelrückens gewidmet. Zudem werden Komponenten des FRAM-Observatoriums im Zentralen Arktischen Becken ausgetauscht. Seeberge sind besondere geobiologische Systeme, von denen viele aufgrund ihrer Morphologie und besonderen hydrographischen Charakteristika durch erhöhte Produktivität, Biomasse und Biodiversität ausgezeichnet sind. Keiner der Seeberge der zentralen Arktis ist bisher systematisch erkundet. Der Karasik Seeberg ist dabei eine besonders beeindruckende Struktur: sein Gipfel ragt aus einer Wassertiefe von über 5000m bis auf 500m hoch. Der Seeberg erstreckt sich über 60 km quer zum Gakkelrücken. Dieser ist bei 60°O hydrothermal aktiv und als isolierte, eisbedeckte und ultralangsame mittelozeanische Spreizungsachse geologisch besonders interessant. Eine zentrale Fragestellung ist das Vorkommen und die Verteilung hydrothermaler Aktivität, sowie der Beziehung zwischen Morphologie des Seeberges, und hydrographischer, geologischer, chemischer und biologischer Prozesse. Während früherer Polarstern Expeditionen in 2001, 2011 und 2015 wurden auf der Kuppe des Seeberges riesige lebende Schwämme und Spuren von chemosynthetischen Lebensgemeinschaften entdeckt, sowie im Trog des Gakkelrücken Temperaturanomalien, die im Rahmen der Expedition PS101 weiter untersucht werden sollen. Es werden dabei neue Technologien der Unterwasserrobotik für die Erkundung der extremen Lebensräume unter Eis eingesetzt. Die Beobachtungen des FRAM-Observatoriums wird um Untersuchungen der Meereisbedeckung und Produktivität im arktischen Herbst ergänzt. Die systematische, integrative Untersuchung des Ökosystems des Karasik Seebergs in Internationalen Gewässern ergibt eine erste Basislinie für die künftig schnell fortschreitenden Änderungen der Meeresumwelt durch Meereisrückgang, Erwärmung und Schiffsverkehr in dieser Region.

PS101 - Wochenbericht Nr. 1 | 10. - 18. September 2016

PS101 KARASIK

[19. September 2016] 

Die Expedition PS101 KARASIK ist der Untersuchung von geologischen, geochemischen und biologischen Prozessen an Seebergen und Hydrothermalquellen des Gakkelrückens der zentralen Arktis gewidmet. Bisher ist wenig bekannt über die Funktionsweise sogenannter „ultralangsamer Spreizungszonen“ von ozeanischen Platten. Sowohl der Gakkelrücken der Arktis wie auch der Südwestindische Rückens liegen in fernen Arbeitsgebieten mit schwierigen Umweltbedingungen, die von wenigen Forschungsschiffen erreicht werden können.

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PS100 - Wochenbericht Nr. 7 | 29. August - 4. September 2016

Eine Expedition geht zu Ende

[06. September 2016] 

Wir haben heute Morgen unser Forschungsprogramm am Knipovich-Rücken südlich der Framstraße beendet und befinden uns auf dem Transit gen Tromsø, wo wir am Morgen des 6. September eintreffen werden.


PS100 - Wochenbericht Nr. 6 | 22. - 28. August 2016

Am 79° Gletscher

[29. August 2016] 

Wir haben gestern die Arbeiten in unmittelbarer Nähe des 79°N Gletschers abschließen können, und befinden uns nun am südlichen Ende des Westwind Trogs auf dem inneren Schelf. Die äußeren Bereiche dieser Rinne hatten wir schon zu einem früheren Zeitpunkt im Verlauf dieser Expedition erkundet.


PS100 - Wochenbericht Nr. 5 | 15. - 21. August 2016

Unterwegs im Norske Trog

[23. August 2016] 

FS Polarstern hat sich mittlerweile auf den inneren Schelf von Nordostgrönland zum Übergang zwischen dem Norske Trog und dem Westwindtrog vorgearbeitet, in den auch der 79°N Gletscher mündet. In diesem Bereich bleibt das Meereis oft über den gesamten Sommer hinweg präsent.


PS100 - Wochenbericht Nr. 4 | 8. - 14. August 2016

Zürück auf dem grönländischen Schelf

[16. August 2016] 

Wir befinden uns inzwischen bei strahlendem Sonnenschein und aufgelockertem Meereis wieder auf dem grönländischen Schelf – diesmal im Bereich des Norske Trogs. In der vergangenen Woche konnten wir zunächst unsere biologischen, biochemischen und ozeanographischen Arbeiten in der zentralen Framstraße auf dem Zonalschnitt entlang 78°50’N weitestgehend abschließen. Anschließend ergänzten wir noch die in der zweiten Expeditionswoche entlang des Greenwich Meridians ausgelegte Verankerungskette um die südlichste Verankerung bei 78°10’N.

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