Laufende Projekte

DAIMON – Decision Aid for Marine Munitions

Im Rahmen des EU Baltic Sea Region Interreg Programms wurde im August das Projekt DAIMON – Decision Aid for Marine Munitions gestartet. In diesem Projekt sollen unter anderem die Auswirkungen verklappter Weltkriegsaltlasten –konventionelle sowie chemische Waffen und Munition- und deren Effekte auf marine Organismen untersucht und für eine umfassende Risikobewertung verwendet werden. Einer von zwölf internationalen Partnern, des mit rund 4,75 Millionen Euro dotierten Projektes, ist das Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven.

Hintergrundinformation

Tausende von Tonnen chemischen Waffen und konventioneller Munition wurden nach Ende des zweiten Weltkrieges von den Alliierten in groß angelegten Operationen in der Nord- und Ostsee verklappt. Heute kollidieren die Verklappungspraktiken aus Weltkriegsepochen mit wirtschaftlichen Interessen den Meeresboden als Ressource zu nutzen. Viele dieser Aktivitäten werden in der Nähe von oder sogar in den gefährdeten Gebieten durchgeführt und vergrößern damit die Gefahren von Havarien mit verklappter Munition. Darüber hinaus sind in den letzten Jahrzehnten die Hüllen der Bomben, Granaten, Container und Fässer in denen die Kampfstoffe versenkt wurden so stark korrodiert, dass deren Inhalt in die marine Umwelt gelangt. Zunehmend stellt sich deswegen die Frage, wie mit diesem Risiko umgegangen werden soll, vor allem in den Gebieten, in denen neben der Fischerei auch andere offshore Aktivitäten wie Tunnelbauten, Kabel- oder Pipelineverlegungen oder die Errichtung von Windkraftanalgen geplant sind oder bereits durchgeführt werden.

Das Ziel von DAIMON ist es, Daten für eine möglichst umfassende Risikobewertung von verklappten Munitionsaltlasten zu generieren, um daraus nachhaltige und sinnvolle Management-Entscheidungen für die betroffenen Meeresgebiete ableiten zu können. Dazu werden vom DAIMON-Konsortium im Rahmen von Schiffsexpeditionen und Felduntersuchungen umfangreiche Analysen in Gebieten der Ostsee und im Skagerrak durchgeführt, in denen Munition bzw. chemischen Waffen verklappt wurden bzw. vermutet werden.

AWI-Projektinhalte

Das AWI konzentriert sich dabei auf die Analyse von biologischen Effekten, die die verklappten Munitionsbestandteile und deren Abbauprodukte auf Modellorganismen haben können. Dazu werden Zellen, Plattwürmer und Muscheln im Labor mit ausgewählten Substanzen aus der verklappten Munition in Kontakt gebracht, um Wirkmechanismen zu identifizieren und konkrete Dosis-Wirkungsbeziehungen ableiten zu können. Des Weiteren werden Muscheln und Fische direkt in den betroffenen Gebieten gesammelt und untersucht. Bei diesen Untersuchungen wird der Gesundheitszustand der Organismen aus den Verklappungsgebieten mit dem von Vertretern aus unbelasteten Gebieten verglichen. Abschließend wollen die AWI-Wissenschaftler die Ergebnisse aus den Labor – und Felduntersuchung vergleichen und überprüfen inwieweit die im Labor induzierten Effekte mit den potentiellen Gesundheitsbeeinträchtigungen der Organsimen im Feld übereinstimmen und wenn ja, ob auch dafür Substanzen aus der verklappten Munition als Ursache in Frage kommen.

EUSBSR Priority Area Secure

Das Konzept von DAIMON wurde von EUSBSR Priority Area Secure mit dem Flagship-Status ausgezeichnet:

Flexibility matters: Interplay between trait diversity and ecological dynamics using aquatic communities as model systems (DynaTrait) 2015-2018

DFG Schwerpunktprogramm 1704

Merkmale, die zwischenartliche Interaktionen beeinflussen, sind von großer Bedeutung für die Stabilität von Populationen und die Koexistenz von Arten innerhalb von Gemeinschaften. Variabilität in diesen Merkmalen beeinflusst die Fitness der Art nicht nur direkt, sondern auch indirekt über die Fitness der gekoppelten, interagierenden Partner. Im Falle von antagonistischen Interaktionen wie z.B. Prädation und Konkurrenz ist daher anzunehmen, dass Variation in diesen Merkmalen selektiv aufrechterhalten wird. Daher sollte jeder Versuch Diversitäts-Stabilitäts-Zusammenhänge zu verstehen, funktionelle Variation dieser Merkmale in ökologischen Schlüsselarten als mechanistische Basis beinhalten. Mit diesem Projekt schlagen wir nun vor, die selektive Aufrecherhaltung der Diversität von allelochemischer Aktivität, einem weitverbreiteten Merkmal in Blüten von Alexandrium ostenfeldii zur Reduktion von Prädation und Konkurrenz, im Zusammenhang mit abiotischen (Nährstofflimitierung und Temperatur) und biotischen (Konkurrenz und Prädation) Stressoren zu untersuchen. Durch die Kombination von Feldbeobachtungen und Mikrokosmos- und Chemostaten-Experimenten mit der Charakterisierung der Zystenbank und experimenteller Evolution verbinden wir die Populationsdynamik innerhalb von Blüten mit der Populationsdynamik zwischen Blüten. Unsere Hypothesen sagen voraus, dass die wechselnde Selektionsdrücke und mutualistische Interaktionen zwischen allelochemisch aktiven und nicht-aktiven Linien die Populations- und Merkmalsdynamiken während der Blüte bestimmen und deren Diversität aufrechterhalten. Zwischen den Blüten ist die hohe Anzahl an kompatiblen und inkompatiblen Linien mit allelochemischer Altivität ein effizienter Mechanismus, um die Diversität und Stabilität mutulistischer Interaktionen aufrecht zu erhalten. Die Verbindung von Merkmalsvielfalt mit Populationsdynamiken in entscheidenden Phasen des Lebenszyklus erlaubt es uns daher, das Verständnis von Biodiversität und Ökosystemstabilität zu vertiefen.

Weitere Informationen: www.dynatrait.de

IMCONet 2013-2017

EU: FP7-people-2012-IRSES

IMCONet ist ein internationales Forschungsnetzwerk, das einem interdisziplinären Ansatz verfolgt um die Folgen des Klimawandels an den Küsten der Westantarktis zu verstehen. Ein Netzwerk für Austausch und Training. Das Projekt bringt Europäische, Südamerikanische und US Wissenschaftler zusammen um Fortschritte in Klimawandel- und Ökosystemwandel an der Westantarktischen Halbinsel (WAP), einer Region schneller Erwärmung zu erzielen.

Weitere Informationen: www.imconet.eu

Vorkommen und trophischer Transfer von Phycotoxinen im pelagischen Ökosystem von Monte Hermoso, Argentinien 2015-2016

DAAD-MINCyT

Das Projekt beinhaltet das Monitoring von Phytoplankton und den physiko-chemischen Parametern, die die Planktonökologie beeinflussen, in einer festen Probenahmestation vor der argentinischen Küste, in der Nähe des Badeorts Monte Hermsoso (38°59′S - 61°25′W) mit folgenden Zielen:

  1. toxische Spezies des Phytoplanktons zu identifizieren und für gezielte Untersuchungen in Kultur zu bringen, 
  2. Phytotoxine zu detektieren und zu quantifizieren, 
  3. den Toxintransfer zwischen trophischen Ebenen des Planktons zu untersuchen,
  4. Korrelation der saisonalen Variabilität des Phytoplanktons und des Vorkommens toxischer Arten mit den Umweltparametern
  5. Identifizierung und Bestimmung der Mengen an lebenden Dinoflagellatenzysten im Sediment und
  6. Risikoabschätzung für die Fischerei und Aquakultur der Region.

GPICA 2013-2016

Danish Research Council - Nature and Universe DFF - 1323-00258

Predatoren-Phytoplankton Interaktionen im co-evolutionären Kontext in einem sich wandelden Arktischen Ökosystem.

RETCEL 2015-2017

BMBF-MINCyT

Dieses Projekt versucht das Auftreten und die Verteilung toxischer Planktonarten zwischen dem subpolaren Südatlantik und dem Südozean in Abhängigkeit von ozeanographischen und hydrodynamischen Parametern zu klären.

 

 

Functional Genomics and Ecological Impact of Viral Infection in the Toxic Haptophyte Prymnesium polylepis 2014-2016

Marie-Curie Intra-European-Fellowship (IEF)

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FAABulous 2015-2017

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PEACE 2015-2017

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