Weitere Informationen zu den Expeditionen

LightHAB (HE 448)

Untersuchung der Dynamik von schädlichen Algenblüten durch die Ermittlung der ozeanographischen und hydrographischen Bedingungen, bioptischen Detektionsmethoden. Bestimmung der Biodiversität giftigen Planktons und trophischen Transfers toxischer Dinoflagellaten zu deren protistischen Predatoren. Vergleich verschiedener Fjordsysteme.

In Kooperation mit dem ICBM.

SAMOC (Puerto Deseado)

Ziel der Expedition ist es, die mechanistischen Zusammenhänge zwischen dem Auftreten von Mikrophytoplanktonarten, Mikro- und Nanopartikeln (Bakterien, Viren, Detritus), und Makromolekülen im Wasser und im Sediment des südwestlichen Atlantiks mit Hilfe eines interdisziplinären Datensatzes aufzuklären. In der Anwendung fokussiert das Projekt auf Aspekten der Fischerei und der menschlichen Gesundheit.

In Kooperation mit dem IADO (Instituto Argentino De Oceanografía).

Drake Transect (Puerto Deseado)

Diese Expedition versucht das Auftreten und die Verteilung toxischer Planktonarten zwischen dem subpolaren Südatlantik und dem Südozean in Abhängigkeit von ozeanographischen und hydrodynamischen Parametern zu klären.

In Kooperation mit dem IADO (Instituto Argentino De Oceanografía).

GreenHAB II (M.S. Merian)

Das Projekt „GreenHAB II Expedition“ wird sich mit den Wechselbeziehungen von Hydrografie, Bio-Optik und Planktonzusammensetzung (insbesondere toxische Algen und deren Toxine) gekoppelt mit metagenomischen Ansätzen sowohl in den westgrönländischen Fjorden als auch einem latitudinalen Gradienten entlang der westgrönländischen Küste befassen. Diese Fjorde unterscheiden sich aufgrund von Eisbedeckung, Schmelzwasserzufluss von den Gletschern und ihrer Vorgeschichte. Die Ergebnisse sollen dazu dienen, um Effekte auf das Ökosystem abschätzen und quantifizieren zu können, die durch einen beschleunigten Süßwasserabfluss von den Gletschern hergerufen werden. Das Auftreten von toxischen Algenarten, das durch eine Verringerung des Salzgehalts und steigende Temperaturen verstärkt werden kann, soll mit analytisch-chemischen, metagenomischen und bio-optischen Methoden untersucht werden. Ergänzend sollen Sedimente auf das Vorkommen von Ruhestadien (Zysten) toxischer Planktonarten untersucht werden um künftige Populationsentwicklungen abschätzen zu können. Der Gehalt an Toxinen soll im Algenmaterial und im Wasser bestimmt werden, teilweise direkt an Bord.

In Kooperation mit dem ICBM, Universität Kopenhagen, WHOI, Universidad Mayor und PUC Santiago de Chile.

AWIPEV-KOP117

Untersuchung von Pteropoden im Kongsfjord: Verteilungsmuster und Lipidstoffwechsel.

In Kooperation mit GEOMAR & UNIS

PS 100 Polarstern

Nährstoffanalyse, DOC, Isotope.

Weitere Informationen unter www.geotraces.org

MECAF (Maria S. Merian)

Molecular ecological chemistry in Arctic fjords at different stages of deglaciation.

Untersuchungsgebiet: Grönlandsee; Longyearbyen - Reykjavik

Juli 2016

Kontakt: Boris Koch, Uwe John

Die Auswirkungen des globalen Klimawandels sind in der Arktis besonders ausgeprägt und haben grundlegende Umweltveränderungen zur Folge. Die ansteigende Temperatur führt insbesondere zum Abschmelzen arktischer Gletscher, deren Süßwassereintrag zwangsläufig zu Änderungen in arktischen Fjordsystemen führt. Daher verfolgt die vorgeschlagene Studie zwei Hauptziele: (i) die Veränderung der biologischen Diversität von Phyto- und Bakterioplankton entlang von Salzgehaltsgradienten in arktischen Fjorden und (ii) deren Auswirkung auf biogeochemische Stoffflüsse und chemische Änderungen organischer Substrate und Metabolite. Hierzu sollen drei, unterschiedlich gut erforschte, Fjordsysteme untersucht werden (Arnarfjörður, Island; Scoresby Sund, Grönland und Kongsfjorden, Spitzbergen), die sich in ihrer Größe, dem Eintrag von Gletscher-Süßwasser und den biogeochemischen Umweltbedingungen unterscheiden.