Die Gruppe

Warum zeigen Arten und Lebensgemeinschaften in Küstenlebensräumen ganz bestimmte Muster in ihrem Vorkommen, was sind die dafür verantwortlichen Prozesse und gibt es lebensraumübergreifende Gesetzmäßigkeiten? Das sind die grundlegenden Fragen meines Forschungsinteresses. Mein Schwerpunkt liegt dabei auf Wechselwirkungen zwischen den Arten in temperierten Küstengebieten und der Arktis, sowie auf den Effekten von eingeschleppten Meeresorganismen auf heimische Küstenökosysteme.

Parasiten sind allgegenwärtig! Darum habe ich meine gesamte wissensachftliche Karriere mit der Erforschung von Wirt-Parasiten Koevolution beschäftigt und begann dabei mit Arbeiten am Max-Placnk-Insitut für Evolutionsbiologie in Plön, die untersuchten wie die Variabilität von Immungenen (Hauptgewebekompatipbilitätskomplex (MHC)) des dreistachligen Stichlings durch Parasiten aufrecht erhalten wird.  Von dort ging ich an das Institut für Integrative Biologie (IBZ) an der ETH Zürich, um experimentelle Koevolution des Reismehlkäfers mit seinem Mikrosporiden-Parasiten Nosema whitei zu untersuchen. Als gebürtiger Sylter, war es eine logische Konsequenz mein Lieblingsforschungsthema and die AWI Watternmeerstation zu bringen. Im Watt mache ich mir jetzt die einzigartigen Evolutionsverläufe von invasiven Arten zu Nutze um Koevolution in natürlichen Systemen zu untersuchen.

I am interested in the evolutionary potential of populations to respond to rapidly changing environments. During my PhD, I investigated the influence of gene flow and phenotypic plasticity in promoting and constraining adaptation in populations of an alpine caddisfly. As a PostDoc, I started dabbling in the realm of quantitative genetics, and assessed the relative contributions of selection and drift (Qst / Fst) to latitudinal variation of growth rate for populations of a damselfly. My current work with marine sticklebacks focuses mainly on transgenerational plasticity (parental environment effects on offspring traits) in response to ocean warming. So far, I can say that maternal effects play an important role in populations’ adaptive responses to climate change, but also carry-over effects from grandparent environments (particularly from grandmothers) shape offspring growth, physiology and gene expression.

Dago Lackschewitz (Post Doc)

studierte Biologie in Bremen und Göttingen und promovierte am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen. Danach forschte sie an den Universitäten Yale und South Florida in den USA über molekulare Grundlagen von koloniebildenden Nesseltieren. Im Jahr 1992 kam sie an die Wattenmeerstation auf Sylt und beschäftigte sich mit verschiedenen Aspekten der Wattenmeerökologie. Seit 2009 arbeitet sie im Projekt zur Schnellerfassung eingeschleppter Arten (Neobiota) in deutschen Küstengewässern.

Tobias Dolch

Tobias hat Geographie mit Studienschwerpunkt „Ökologie und Umwelt“ an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Monash University, Melbourne studiert. Nach seinem Studium arbeitete er erst am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde bevor er 2004 zur Wattenmeerstation Sylt des Alfred-Wegener-Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) wechselte. Tobias fertigte hier seine Doktorarbeit über die Analyse von Morphodynamiken und Habitatveränderungen im Wattenmeer an und promovierte 2008 in Physischer Geographie. Er arbeitet seitdem in der Küstenökologie und befasst sich primär mit dem aktuellen Zustand und der langzeitlichen Entwicklung von Seegraswiesen auf den Wattflächen. Seit 2011 engagiert sich Tobias zudem in der Lehre am Geographischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Ana Lokmer (PhD student - IMPRS Evolutionary Biology)

Microbiota are indispensable for the survival of animals, but they can also act as source of opportunistic pathogens, depending on the environment and the condition of the host. Pacific oysters (Crassostrea gigas) in the Wadden Sea represent a valuable model system for studying the interplay between the host, its microbiota and abiotic factors in the marine environment in general, but also because the findings are directly relevant to the local, climate-change affected coastal ecosystem. By means of experiments and field observations, and using immunological assays and modern sequencing methods, I am trying to understand how the abiotic environment, the site, as well as the population origin and condition of the animals, affect the composition and dynamics of oyster microbiota and the associated oyster response.

Marieke Feis (PhD Student - DFG SPP 1399 "Host-Parasite Coevolution)

Biological invasions of parasites and their hosts are ideal to study coevolution in nature. Taking hosts and parasites along the route of invasion – along a gradient from ancient to recent sympatry – and exposing the different combinations to each other will give insights in coevolutionary responses of hosts and parasites. The study system I use are the parasitic copepods Mytilicola intestinalis from the Mediterranean that parasitises mussels Mytilus galloprovincialis and M. edulis, and Mytilicola orientalis from Japan that parasitises oysters Crassostrea gigas and mussels. I want to look at phenotypic and molecular targets of selection in lab experiments and also look at the invasion genetics of both parasite species.

Felicitas Demann (PhD Student - DBU)

Direct and indirect effects of invasive parasites on native blue mussels. Mytilicola intestinalis is a parasitic copepod that lives in the intestine of blue mussels. It is native in the Mediterranean and invaded the North Sea during the 1930s. I examine the direct and indirect effects of M. intestinalis on native blue mussels by predation and infection experiments.

Jonas Geburzi (Phd Student - DBU)

Eine stetig steigende Zahl nicht einheimischer Arten (Neobiota) ist, insbesondere in Küstenökosystemen, eine der bedeutendsten biologischen Folgen des “globalen Wandels”. Ich interessiere mich für Faktoren und biologische Merkmale, die solchen marinen Neobiota die erfolgreiche Ausbreitung in neuen Lebensräumen ermöglichen, sowie für ihre Interaktionen mit einheimischen Arten. In meinem Promotionsprojekt beschäftige ich mich mit zwei erst vor kurzem ins Wattenmeer eingeschleppten Krabbenarten, den ursprünglich aus dem Westpazifik stammenden Hemigrapsus sanguineus und H. takanoi. Mittels einer Kombination ökologischer, morphologischer und genetischer Methoden untersuche ich - als mögliche „Schlüsselfaktoren“ für den Invasionserfolg - ihre Fortpflanzungsbiologie, ihre genetische Populationsstruktur und ihre Interaktionen mit der einheimischen Strandkrabbe Carcinus maenas.

Rebekka Wolfensberger

Seit über 40 Jahre gibt es eine Vielzahl von Publikationen von Wissenschaftlern weltweit, welche eine ansteckende, neoplastische Krebserkrankung in marinen Muscheln beschreiben. Aber viele wichtige Grundmechanismen sind weiterhin unklar. Mein Ausgangspunkt ist die Identifikation eines möglichen thermalen Verteilungsmusters der Krankheit entlang der Breitengrade – vom Wattenmeer bis in den Norden nach Spitsbergen. Dabei berücksichtige ich voraussichtlich 3 Arten: Mya arenaria, Macoma balthica und Mytilus edulis. Weiterhin suche ich typische molekulare und zelluläre Marker in infizierten Tieren, um die grundlegenden molekularen Prozesse besser zu verstehen und um festzustellen, welche Fitness-relevanten Merkmale davon betroffen sind. Mithilfe dieser Daten sollte es möglich sein, das tatsächliche Ausmaß der Krankheit auf Populationsebene einzuschätzen und daraus zu schließen, was das heute und in der Zukunft konkret für die betroffenen Ökosysteme bedeutet.

Sylvia Wanzenböck (Masters student)

Sylvia´s Masters project is about assortative mating by lateral plate morph in three-spined stickleback, and implications for the maintenance of polymorphism at the Eda gene in a warming ocean.

 

 

Lukas Fuxjäger (Masters student)

Lukas´ Masters project is about the adaptive significance of transgenerational plasticity in the wild, using three-spined stickleback as a model system.

Kaibil Escobar Wolf

Master of the Beasts

Kaibil bastelt mit Begeisterung unsere Experimentalanlagen und kümmert sich hingebungsvoll ums Wohlsein unserer Tiere.

Sonja Anslinger (BTA)

Sonja arbeitet als Biologische Technische Assistentin am Alfred-Wegner Institut. Ihre Aufgabengebiete umfassen Molekularbiologie, Zellkultur und Systematik (marine Zoologie). Bei den Forschungsarbeiten der Studenten im Watt hilft sie gerne.