Zellphysiologie

 

Ein Organismus besteht – vereinfacht ausgedrückt – aus einem Verband vieler Zellen, die je nach Zelltyp unterschiedliche Aufgaben erfüllen und so das Überleben des Organismus gewährleisten. Um die physiologische Reaktion und Anpassung eines Organismus auf seine (sich verändernde) Umwelt zu erfassen, ist es daher von fundamentaler Bedeutung die zugrundeliegenden zellulären Prozesse und biochemischen Zusammenhänge zu verstehen.

Eine unserer vorrangigen Fragen ist, wie sich Umweltparameter (Temperatur, Hypoxie, Ozeanversauerung) und deren Kombination auf den Zellstoffwechsel auswirken. Dabei liegt ein Augenmerk auf dem zellulären Energiehaushalt mit Hinblick auf die Energieverteilung zwischen zentralen (lebenswichtigen) und sekundären („verzichtbaren“) Prozessen. Die kombinierten Untersuchungen auf Organismen- und Zellebene sollen unser Verständnis über die Mechanismen vertiefen und Rückschlüsse auf die Leistungskapazität der Tiere unter zukünftigen Umweltszenarien erlauben.

Im Zeitalter des Klimawandels ist es unsere Herausforderung die Empfindlichkeit und Anpassungsfähigkeit von Meeresorganismen – v.a. der Polargebiete – zu erklären und Aussagen über mögliche Gewinner und Verlierer treffen zu können.

Hepatocytes
Hepatocytes (Foto: Felix Mark)