Einfluss globaler Erwärmung

Sedimentfahne im Schmelzwasser der Potter Cove, Antarktis
Sedimentfahne in der Potter Cove, Antarktis (Foto: Katharina Zacher)
Unterwasserbewuchsversuche, Penion de Pesca, Antarctica
Unterwasserbewuchsversuche, Penion de Pesca, Antarctica (Foto: Max Schwanitz)
Makroalgen vor der Biologischen Anstalt Helgoland
Makroalgen bei Helgoland (Foto: Cornelia Buchholz)
 

Wir versuchen zu verstehen, ob und wie anthropogene Umweltveränderungen, vor allem der Einfluss globaler Erwärmung das Zusammenspiel von Arten und ihre Produktion beeinflussen. In Arktis und auch Antarktis führt die Erwärmung dazu, dass die Bedeckung durch Eis im Winter abnimmt und sich dadurch die Zeiträume photosynthetischer Aktivität verlängern und mechanische Störungen durch Eisabrieb verringert werden. Gleichzeitig werden die Sedimenteinträge in den Küstengebieten durch schmelzende Gletscher erhöht. Beide Prozesse haben gravierende Auswirkungen auf die polaren Makroalgen. Flächen, die zuvor eisbedeckt waren, werden besiedelt, wodurch die Biomasse der Makroalgen zunimmt und damit auch eine Nahrungsquelle für Konsumenten höherer trophischer Stufen. Gleichzeitig hat die verstärkte Sedimentation negative Einflüsse auf die Tiefenzonierung und die Rekrutierung der ansässigen Algenarten.