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Konsortium Deutsche Meeresforschung informiert Europa-Politiker

27. Januar 2012. Prof. Dr. Karin Lochte, Vorsitzende des Konsortiums Deutsche Meeresforschung (KDM), hat an der Konferenz 'The Marine Sciences in Europe 2014-2020: A German Perspective' im Europäischen Parlament teilgenommen, die das KDM ausgerichtet hat. Die Konferenz war Teil eines Treffens der Norddeutschen Wissenschaftsministerkonferenz in Brüssel. Lochte betonte die wichtige Rolle der Ozeane für unsere Zukunft sowie Deutschlands führende Rolle in der Meeresforschung. Ziel der Zusammenkunft war es, die Meeres- und maritime Forschung im  kommenden EU-Rahmenprgramm Horizon2020 auf strategischer Ebene zu verankern. Das Foto zeigt Karin Lochte (Vortragende, 2.v.l.) bei der Konfernz im EU-Parlament (Foto: Horst Wagner / KDM). 


 

Hochrangige Delegation besucht die Neumayer-Station III

Gemeinsam mit ihren Gästen präsentiert AWI-Direktorin Prof. Dr. Karin Lochte (2. von rechts) das Logo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das nun die Neumayer-Station III ziert. Foto: Angelika Dummermuth, Alfred-Wegener-Institut

Eine Forschungsstation in der Antarktis zu betreiben, stellt Mensch und Technik vor außergewöhnliche Herausforderungen. Davon konnten sich in der vergangenen Woche Dr. Karl Eugen Huthmacher, Ministerialdirektor der Abteilung für Zukunftsforschung im Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, überzeugen.

Bei ihrem zweitägigen Besuch in der Antarktis inspizierten sie angeleitet von AWI-Direktorin Prof. Dr. Karin Lochte die Neumayer-Station III mit den wissenschaftlichen Observatorien und ließen sich von den Forscherinnen und Forschern die Langzeitbeobachtungen erläutern. Die Wissenschaftler erklärten ihren Gästen dabei, wie hochprofessionell an der Neumayer-Station Daten erfasst werden und welche Bedeutung diese Methodik für die Aussagekraft von Klimamodellen besitzt.

Dr. Karl Eugen Huthmacher und Prof. Dr. Jürgen Mlynek erhielten auf diese Weise so nicht nur weitreichende Einblicke in das Zusammenspiel zwischen Logistik, Technik und Forschung in der Antarktis. Sie gewannen auch einen Eindruck davon, welche wichtige Grundlage die intensive Kooperation mit internationalen Partnern für Forschungsarbeiten in dieser extremen Umwelt bildet. Beispielhaft dafür ist das seit dem Jahr 2002 bestehende Flugnetzwerk im Dronning Maud Land. Darin bündeln 11 Nationen ihre Kompetenzen und Ressourcen für die Nutzung der Antarktisstationen.


 

Meereis-Physiker testen neues neues Gerät zur Vermessung der Dicke von Meereis in der Arktis und Antarktis

MAiSIE kurz vor dem Abheben zum Jungfernflug über der Nordsee in Bremerhaven. Foto: Stefan Hendricks, Alfred-Wegener-Institut

Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts haben Anfang Dezember in Bremerhaven ein neuartiges Messsystem zur Bestimmung der Dicke von Meereis in Arktis und Antarktis getestet. MAiSIE (Multi-frequency Airborne Sea Ice Explorer) wurde vom Norwegischen Geotechnischen Institut (NGI) entwickelt und soll ab dem Frühjahr 2012 aus der Luft die Dicke des Meereises mit bisher nicht erreichten Detail untersuchen.

Das Messprinzip basiert auf dem elektromagnetischen Induktionsverfahren, welches Meereis und Meerwasser anhand der Unterschiede in der elektrischen Leitfähigkeit unterscheiden kann. Mit MAiSIE soll von nun an besonders die Dicke von deformiertem Meereis untersucht werden, in etwa sehr dicken Presseisrücken. Im Gegensatz dazu sind existierende Systeme auf die Messungen von ebenen Eisschollen optimiert. Das Ziel von MAiSIE ist es daher eine genauere Erfassung aller Eistypen zu ermöglichen. Diese Information wird für die Genauigkeitsabschätzung von Satellitenmessungen und Ergebnissen von Meereismodellen verwendet.

Das Alfred-Wegener-Institut führt seit 2001 luftgestützte Messungen der Meereisdicke in der Arktis und Antarktis durch. Die Kenntnis der Dicke von Meereisschollen ist besonders wichtig für die Einschätzung der polaren marinen Eiskappen und der Vorhersage ihrer zukünftigen Entwicklung. Mit Untersuchungen durch die Polarflugzeuge Polar-5 und Polar-6 sowie Helikoptermessungen von Bord des Forschungseisbrechers Polarstern konnte das Alfred-Wegener-Institut einen wertvollen Beitrag zur Vermessung des Meereises in Arktis und Antarktis liefern.


 
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