Alfred-Wegener-Institut neues Mitglied der Geo.X-Koordinierungsplattform
22. Dezember 2011. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Sitzung des Geo.X-Kuratoriums hat Frau Prof. Dr. Karin Lochte, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung am 20.12.2011 den Kooperationsvertrag mit Geo.X unterzeichnet. Damit stimmen sich nunmehr sieben Partnereinrichtungen zu den Geowissenschaften der Region Berlin-Potsdam in den Bereichen Forschung, Lehre, Infrastruktur und Nachwuchsförderung über die Koordinierungsplattform Geo.X ab. „Die Geowissenschaften der festen Erde haben in Berlin und Potsdam einen Wissenschaftsstandort mit großem Potenzial. Der Potsdamer Standort des Alfred-Wegener-Instituts trägt hierzu bei“, so Frau Professor Lochte, „ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Geo.X“.
„Mit dem AWI haben wir einen weiteren wichtigen Partner in unserem Geo.X-Verbund“, sagt Professor Reinhard Hüttl, Sprecher von Geo.X. „Die Kooperation der Universitäten mit den außeruniversitären Einrichtungen zum Thema Geowissenschaften wird damit weiter signifikant gestärkt. Gemeinsam steuern wir auf einen international sichtbaren, interdisziplinär aufgestellten Geokompetenzstandort Berlin-Potsdam“. Weitere Informationen zur Geo.X-Koordinierungsplattform gibt es auf dieser Webseite...
Hans-Otto Pörtner und Andreas Mackensen in DFG-Fachkollegien gewählt
20. Dezember 2011. Der Biologe Prof. Dr. Hans-Otto Pörtner und der Geologe Prof. Dr. Andreas Mackensen vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft wurden in die Fachkollegien für "Chemie und Biologie des Meeres" bzw. "Geologie, Ingenieurgeologie, Paläontologie" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gewählt. Ihre Hauptaufgabe in der Amtsperiode von 2012 bis 2015 wird es sein, in ihren jeweiligen Fächern die Förderanträge wissenschaftlich zu bewerten und so an alle Anträge eines Fachs „die gleiche Messlatte“ anzulegen.
Am Alfred-Wegener-lnstitut hatten insgesamt 299 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen das aktive Wahlrecht. Von diesen Personen haben laut Auskunft der DFG 140 Personen in der Zeit vom 7. November bis 5. Dezember 2011 ihre 6 Stimmen online abgegeben. Dies bedeutet eine Wahlbeteiligung am AWI von 47%, was nach Auskunft der DFG erheblich über der generellen Wahlbeteiligung liegt. Deutschlandweit waren über 100.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aufgerufen, über die Besetzung der 606 Plätze in insgesamt 48 Fachkollegien der DFG zu entschieden. Weitere Informationen und das vorläufige Ergebnis gibt es auf dieser Seite der DFG...
Die Versauerung der Ozeane gefährdet den Dorschnachwuchs
Die steigende Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre und die dadurch ausgelöste zunehmende Versauerung der Ozeane werden auch beliebten Speisefischen wie dem Dorsch gefährlich. Wie eine internationale Forschergruppe unter Mithilfe des Biologen Dr. Arne Malzahn vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung nachweisen konnte, wachsen die Dorschlaven bei hohen Kohlendioxid-Konzentrationen im Meerwasser mit deutlichen Schädigungen ihrer Organe wie Leber, Augen und Nieren heran. Die Wissenschaftler hatten die Larven in einem zehnwöchigen Langzeitexperiment in Tanks mit drei verschiedenen Kohlendioxid-Konzentrationen aufgezogen. Dr. Arne Malzahn hatte anschließend die Lipide in den Dorschlarven gemessen. „Dorschlarven, die bei hohen Kohlendioxid-Konzentrationen aufgewachsen waren, zeigten höhere Lipidkonzentrationen, waren also deutlich fetter als Dorsche, die bei einer normalen CO2-Konzentration aufgewachsen waren. Auf den ersten Blick mag dieses Ergebnis positiv stimmen und auf einen guten Ernährungszustand hindeuten. In Kombination mit den histologischen Ergebnissen wurde allerdings klar, dass beispielsweise die fettreichere Leber der Dorschlarven das Ergebnis eines gestörten Stoffwechsels war“, sagt Dr. Arne Malzahn. Damit zeige die Studie, die im Fachmagazin Nature Climate Change veröffentlicht wurde, dass die Ozeanversauerung entgegen der bisher gängigen Lehrmeinung doch einen Einfluss auf Fischbestände haben kann. „Schließlich hängt die künftige Jahrgangsstärke eines Fischbestandes stark vom Überleben der Larven ab“, sagt der Biologe vom Alfred-Wegener-Institut. Eine Pressemitteilung des IFM-GEOMAR zu der Studie: „Severe tissue damage in Atlantic cod laervae under increasing ocean acidification“ finden Sie hier.
Thomas Jung leitet neues Projekt zur Wetter- und Klimavorhersage in den Polargebieten
Klimawissenschaftler Prof. Dr. Thomas Jung vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft hat die Leitung einer neuen, internationalen Forschungsinitiative übernommen. Sie trägt den Namen “Polar Prediction Project”, ist Teil des Weltwetterforschungsprogrammes der UN-Meteorologiebehörde WMO und hat sich zum Ziel gesetzt, die Mechanismen polaren Wetters gründlicher zu verstehen, um so Vorhersagemöglichkeiten von Wetter- und Klimaveränderungen in den Polarregionen zu verbessern. Dazu wollen die Wissenschaftler gemeinsame Expeditionen und Lanzeitkampagnen unternehmen, aktuelle und zukünftige Forschungsprojekte besser miteinander verzahnen und enger mit den Wetterdiensten zusammenarbeiten. Der Arbeitsfokus richtet sich dabei insbesondere auf die Vorhersage auf kurzen Zeitskalen im Bereich von Stunden über Tage, bis hin zu Wochen und Monaten. Mehr Informationen zum Polar Prediction Project gibt es hier






