Im Fokus: Zeitreisen in die Zukunft - Die Kaltwasserkorallen vom Comau-Fjord, Chile
Der Comau-Fjord an Chiles Nordwestküste ist auf gleich zweifache Weise ein einzigartiges Forschungsgebiet. Zum einen wächst hier die Tiefseekoralle Desmophyllum dianthus im Flachwasser. Zum anderen besitzt der Fjord in seinen mittleren und tiefen Wasserschichten schon jetzt derart hohe Säuerungswerte, wie sie im Zuge des Klimawandels für die Weltmeere vorausgesagt werden. Wissenschaftlern bietet sich also die einmalige Gelegenheit, tauchend in die Zukunft zu reisen. Die Biologen des Alfred-Wegener-Institutes nutzen diese Chance regelmäßig und beziehen jedes Mal die Huinay-Forschungsstation ihrer Kooperationspartner Verena Häussermann und Günter Försterra. Was die Arbeitgruppe um Prof. Claudio Richter bereits herausgefunden hat, welche Ziele sie verfolgt und mit welchen Methoden die Wissenschaftler die Korallenwelt des Comau-Fjordes erforschen wollen, erfahren sie hier.
Audioslideshow: Geschöpfe der Tiefe
Die Biologin Dr. Carin Jantzen untersucht seit mehr als zwei Jahren die Kaltwasserkoralle Desmophyllum dianthus. In dieser Audioslideshow zeigt die Wissenschaftlerin ihre schönsten Fotos von den Expeditionen in den Comau-Fjord und erzählt von ihrer Arbeit unter Wasser sowie über die neue Aquarium-Anlage für Kaltwasserkorallen, die sie im Institut in Bremerhaven aufgebaut hat. Hier geht es zur Audioslideshow
Interview: Ein Tauchgang in die Zukunft
In den Tiefes des Comau-Fjordes herrschen schon jetzt jene Lebensbedingungen, wie sie im Zuge des Klimawandels für die Weltmeere prognostiziert werden. Wie es dazu gekommen ist und auf wen Arbeitsgruppenleiter Prof. Claudio Richter bei seinen Tauchgängen ganz besonders schaut, erzählt er im Interview
Ein Spezialist für die Tiefe: Biologen testen neues Unterwassergerät mit 3-D-Blick und Rund-um-Antrieb
Ab einer Tiefe von 30 Metern wird es für Forschungstaucher gefährlich. Bei Tauchgängen über diese Grenze hinaus lassen Wissenschaftler deshalb ferngesteuerte Unterwassergeräten (ROV) den Vortritt. So auch im chilenischen Comau-Fjord, wo Biologen des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft nun zum ersten Mal ein neues, außergewöhnliches ROV einsetzten. Es ist kaum größer als ein Fahrradanhänger, schaut mit einem 3-D-Blick auf Korallengärten und manövriert im Wasser so behände wie eine Robbe. Mehr lesen Sie hier.
Wie viel Futter braucht die Dicke Berta?
Eine neue Aquarium-Anlage für Kaltwasserkorallen bietet Dr. Carin Jantzen und ihren Studenten die Möglichkeit, die Tiefsee-Koralle Desmophyllum dianthus in Langzeitstudien und unter Laborbedingungen zu untersuchen. Ein großer Fortschritt, denn bisher sind die Tiere aus dem Comau-Fjord den Wissenschaftlern noch ein ziemliches Rätsel. Wer sich hinter dem Spitznamen Dicke Berta verbirgt und wodurch sie auffällt, lesen Sie hier.
Kaltwasserkorallen: Überleben ohne Licht und grüne Helfer
Der Begriff "Kaltwasserkorallen" steht nicht für eine bestimmte Korallenart oder -gattung. Vielmehr umfasst er ganz verschiedene Korallenarten, die vor allem eines gemeinsam haben: eine Vorliebe für Wasser, das zwischen vier und zwölf Grad Celsius kalt ist. In diesem Merkmal unterscheiden sie sich deutlich von ihren wärmeverwöhnten Artgenossen aus den Tropen, die den Kaltwasserkorallen in Sachen "Berühmtheit" noch immer die Show stehlen. Dabei haben die Tiefenbewohner so einiges zu bieten. Was, erfahren Sie hier







