Eisberge in der Antarktis

Oberflächenstrukturen auf dem Jelbart Schelfeis (Foto: C. Wesche)

Die Antarktis verliert ihre Masse hauptsächlich durch das Kalben (Abbrechen) von Eisbergen und durch Schmelzen an der Unterseite der Schelfeise. Eisberge kalben von den Schelfeiskanten und Gletschern, wobei ihre Größe durch den Abstand der Spalten an der Oberfläche der Schelfeise und die Länge der Kalbungsfront bestimmt wird. Satellitendaten und speziell Bilder von SAR-Systemen (SAR: Synthetic Aperture Radar) sind bevorzugte Werkzeuge zur Beobachtung von Schelfeisen, Gletschern und Eisbergen. Die Oberflächenstrukturen der Schelfeise und Gletscher können mit einer automatischen Kantenerkennungsmethode kartiert werden.

Detektion von Eisbergen

Detektion von Eisbergen (Foto: ESA ENVISAT 2006 / C. Wesche)

Nach seiner Kalbung driftet ein Eisberg anfänglich meist im Meereis und dann durch den offenen Ozean, hauptsächlich angetrieben durch Wind und Ozeanströmungen. Größere Eisberge ab einer Kantenlänge von 18.5km werden systematisch von U.S. National Ice Center überwacht. In unserer Gruppe arbeiten wir an der automatische Detektion von kleineren Eisbergen unter Einbeziehung von Methoden zur Vorhersage der Eisbergdrift.

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Förderung

Unsere Studien wurden unter anderem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im Schwerpunktprogramm Antarktisforschung gefördert.