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Die Expedition ANT-XXVIII/3

Wochenberichte

 

16. Januar 2012: Von Kapstadt bis zur Subantarktischen Front

23. Januar 2012: Entlang von 10oOst nach Süden

30. Januar 2012: Lebensvielfalt am Ozeanboden in 4000 m Tiefe

6. Februar 2012: Inmitten einer großflächigen Kieselalgenblüte

13. Februar 2012: CTD-CTD-MSS-CTD ...

20. Februar 2012: Bleiben oder weiter fahren? Should we stay or should we go?

27. Februar 2012: Südgeorgien

6. März 2012: Phytoplanktonblüten und Tiefseefauna nordwestlich von Südgeorgien

 

 

 


 

Zusammenfassung und Fahrtverlauf

7. Januar 2012 - 11. März 2012, Kapstadt – Punta Arenas

 

Der Fahrtabschnitt ANT-XXVIII/3 beginnt am 7. Januar 2012 in Kapstadt und endet am 11. März 2012 in Punta Arenas (Chile). Während der Reise werden zwei Forschungsprojekte durchgeführt:

 

1. „Eddy Pump“, eine interdisziplinäre Untersuchung der physikalischen, chemischen und biologischen Prozesse, die die Kohlenstoffpumpen im Südlichen Ozean und insbesondere in den zahlreich eingebetteten mesoskaligen Wirbeln antreiben.

2. SYSTCO II (SYSTem COupling in the deep Southern Ocean II), eine Untersuchung der (a) Diversität, Verteilung und Häufigkeit von benthischen Tiefseeorganismen und deren Beziehung zur biologischen Produktivität in und zum Export von organischem Material aus der euphotischen Zone, (b) Ökologie der Tiefseefauna und (c) der Erhaltung von DNS in der Wassersäule und in Tiefseesedimenten und das Potenzial von DNS zur Rekonstruktion der eukaryotischen Diversität heute und in der geologischen Vergangenheit.

 

Die beiden Forschungsprojekte ergänzen sich und daher werden Probennahmen an zahlreichen gemeinsamen Stationen entlang der Fahrtroute stattfinden. Einen Schwerpunkt werden detaillierte Untersuchungen in mehreren mesoskaligen Wirbeln darstellen, die so ausgewählt werden, dass sie verschiedene ozeanographische und biogeochemische/ biogeographische Regime abdecken, insbesondere:

(1) Die Region mit verstärkter kinetischer Wirbelenergie im Bereich südlich von 50°S bei etwa 30°O, verbunden mit einer südwärtigen Verlagerung der Polarfront am östlichen Ausläufer des Weddellwirbels, die entgegen der erwarteten Eisenzufuhr durch häufigen mesoskaligen Auftrieb vermutlich von der Kieselalge Fragilariopsis kerguelensis dominiert wird.

(2) Den zentralen Antarktischen Zirkumpolarstrom entlang der Polarfront bei 0°O, der durch kurzlebige Phytoplanktonblüten mit wechselnder Dominanz von Chaetoceros und F. kerguelensis gekennzeichnet ist. Getrieben werden die Blüten vermutlich durch sporadische Eisenzufuhr durch mesoskalige Auftriebsereignisse in Bereichen mit geringer oder mäßiger kinetischer Wirbelenergie.

(3) Die `Chaetoceros-Provinz’ im ‘Kielwasser’ von South Georgia und der Antarktischen Halbinsel, die von hohen langfristigen mittleren Chlorophyll-Konzentrationen an der Meeresoberfläche gekennzeichnet ist, vermutlich gefördert von lateraler Eisenzufuhr vom Schelf oder von schmelzenden Eisbergen freigesetztem Eisen. Unterwegs wird zwischen den Hauptuntersuchungsgebieten die übliche hydrographische und biogeochemische Stationsarbeit durchgeführt, insbesondere quer durch die Drake-Passage, die einen starken Süd-Nord Gradienten der kinetischen Wirbelenergie, aber einen insgesamt sehr niedrigen Chlorophyllgehalt an der Meeresoberfläche aufweist.


 
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