Flachbohrwinde (Grafik: Jan Tell, Alfred-Wegener-Institut)

Eiskernbohrerentwicklung

Derzeit wird am AWI neues Equipment für Eiskernbohrungen entwickelt. Das Eiskernbohrsystem besteht aus den drei Hauptkomponenten Eiskernbohrer, Bohrturm und Winde sowie den dazugehörigen Kontroll- und Steuereinheiten. Alle diese Systeme werden derzeit, aufbauend auf gewonnen Erfahrungen weiter beziehungsweise neu entwickelt.

Je nach Bohrtiefe werden verschieden Eiskernbohrsysteme benötigt. Für Flachbohrungen bis ca. 250m Tiefe wird ein leichtes, transportables System benötigt. Ein Entwicklungsschritt der auf Gewicht und Leistung optimierten Flachbohrwinde ist in der Abbildung rechts gezeigt.

Rohrschweissanlage (Foto: Jan Tell, Alfred-Wegener-Institut)

Bei Tiefbohrungen in Bereich von 3000m ist es entscheiden möglichst hohe Fahrgeschwindigkeiten und Kernlängen zu erreichen. Die dafür nötigen Systeme bewegen sic h im Bereich von wenigen tausend Kilogramm.

Für die Gewinnung eines Eiskerns möglichst guter Qualität ist es unter anderem entscheiden, dass der Eiskernbohrer möglichst gerade ist. Zur Herstellung optimaler Bohrerrohre wurde eine speziel angepasste Rohrschweissanlage (Abbildung links) angeschafft. Mithilfe dieser Maschine werden zurzeit optimierte Bohrerrohre in unterschiedlichen Längen für die unterschiedlichen Einsatzzwecke hergestellt.

Bohrlochlogger (Grafik: Matthias Hüther, Alfred-Wegener-Institut)

Zur Vermessung der Geometrie und Ausrichtung der gebohrten Löcher wird zudem ein Bohrlochlogger (Abbildung rechts) entwickelt. Mit dem Logger können mit über der Zeit verteilten Messungen die am jeweiligen Ort vorherrschende Eisdeformation beobachtet werden.