Grönländische Seite der Baffin-Bay

In der Baffin Bay sind das Palaeoklima, die Ozeanographie und die Entwicklung des westgrönländischen Eisschildes eng miteinander verknüpft. In der nordöstlichen Baffin Bay, in die immerhin 27% des westgrönländischen Eisschildes fließen, ist dieser Zusammenhang aus Mangel an Daten allerdings noch nicht untersucht worden. Um das Verhalten des grönländischen Eisschildes zuverlässig rekonstruieren und modellieren zu können, ist es notwendig die Wechselbeziehungen zwischen Ozean und Eisschild auch in diesem Bereich besser zu verstehen.

Aus diesem Grund untersucht die Arbeitsgruppe Bathymetrie am AWI den Schelf und Hang der nordöstlichen Baffin Bay systematisch nach Strukturen, die Hinweise auf Vorstöße und Rückzüge des grönländischen Eisschildes in der Vergangenheit und die auf dem Schelf vorherrschenden Bodenströmungsverhältnisse liefern. Ergänzt werden diese Studien durch Arbeiten am MARUM, die die zeitliche Abfolge dieser Ereignisse anhand von Proxy-Studien an Sedimenten rekonstruieren. Kombinierte bathymetrische/palaeozeanographische Studien sollen Informationen zur Ozeanzirkulation und somit letztlich auch zum Einfluss des Klimas auf den nordwestlichen grönländischen Eisschild liefern. 

Unser Arbeitsgebiet in der östlichen Baffin-Bay (Grafik: Patricia Slabon)