Die Expedition ARK-XXVI/3
Wochenberichte
15. August 2011: Zwischen Kisten und Containern
22. August 2011: Vor - und Nachteile von mürbem Eis
29. August 2011: Am Nordpol und umzu
5. September 2011: Von Pol zu Pol
12. September 2011: Gas- und Edelsteinfunde im Eis
19. September 2011: Stoffumsätze der Meereisorganismen
26. September 2011: Ein selten gewordener Anblick
3. Oktober 2011: Schlussakt und Heimreise
Zusammenfassung und Fahrtverlauf
Tromsø - Bremerhaven (5. August – 7. Oktober 2011)
Die Expedition ARK-XXVI/3 "TransArc“ (Trans-Arctic survey of the Arctic Ocean in transition) dient der Erfassung der physikalischen, biologischen und chemischen Veränderungen im Arktischen Ozean. Während der fortschreitende Rückgang der Eisausdehnung vom Satelliten aus beobachtet werden kann, müssen alle weiteren Veränderungen, wie die der Dicke und Beschaffenheit des Meereises, der Wassermasseneigenschaften und ihrer Zirkulation, sowie veränderte chemische und biologische Größen auf wiederholten Schiffsexpeditionen gemessen werden. Die Reduzierung des Meereises und die Änderungen in der Ozeanzirkulation und im Wärme- und Süßwasserhaushalt sind eng verknüpft mit Änderungen im Gasaustausch sowie mit biogeochemischen Stoffumsätzen und Prozessen im Ökosystem im Eis und in der gesamten Wassersäule.
Während „TransArc“ werden diese Zusammenhänge durch Beprobung aller Parameter an gemeinsamen Stationen entlang von Gradienten von den Eurasischen Schelfmeeren bis ins Kanadische Becken und vom offenen Ozean bis ins Packeis untersucht. Ergänzt werden die Messungen vom Schiff aus durch Messungen von autonomen Systemen, die auf dem Eis und am Boden ausgesetzt werden und die ermöglichen den zeitlichen und räumlichen Radius der Beobachtungen erheblich zu erweitern.
Vier Jahre nach dem Internationalen Polarjahr IPY 2007/2008 wird mit „TransArc“ die erste Wiederholungsaufnahme des komplexen Systems durchgeführt. Ergänzt werden die Aufnahmen durch geologische und mikrobiologische Probennahme von Sediment an dem schwer zugänglichen Alpha-Mendelejew-Rücken, bzw. am Gakkelrücken.
Das Arbeitsprogramm beginnt nördlich von Franz-Joseph-Land. Von dort aus geht es nach Norden über den Nordpol je nach Eissituation ins westliche Kanadische Becken. Ein weiterer langer Schnitt führt zurück in den Eurasischen Teil bis in die flache Laptewsee, von wo wir die Rückreise nach Bremerhaven antreten.


