Meldungen
Ansprechpartner Kommunikation + Medien
Datenbank mit AWI-Expertinnen und Experten
Pressemeldungen als RSS abonnieren
Ein Jahr im Eis: Tara Polar Station beginnt Drift durch die zentrale Arktis
Die Tara Polar Station – ein eigens für den polaren Einsatz von der französischen Organisation Tara Ocean Foundation gebautes Schiff – lässt sich bewusst im Meereis einschließen, um den Arktischen Ozean zu erforschen. An der Tara Polaris I-Expedition (2026–2027) nehmen auch Forschende des Alfred-Wegener-Instituts teil. Jetzt hat die Tara Polar Station die Eisscholle erreicht, die damit beginnende Drift markiert den Beginn eines internationalen Forschungsprogramms, das für die nächsten zwei Jahrzehnte geplant ist. Ziel ist es, den Zustand des einzigen…
Mehr erfahren
Verschwindende Seen: Neue Datenplattform zu Permafrost-Seen in der Arktis
Permafrost ist ein wichtiges Puzzleteil im komplexen Ökosystem der Arktis: Er speichert große Mengen Kohlenstoff über lange Zeiträume und bietet festen, stabilen Grund. Schmilzt das Eis, sackt der Boden ab und es entsteht eine Senke, in der sich das Schmelzwasser sammeln und über viele Jahre zu einem See anwachsen kann. Diese Thermokarstseen beschleunigen den Abbau von Permafrost, sind aber gleichzeitig eine wichtige Lebensgrundlage für die Menschen vor Ort. Forschende des Alfred-Wegener-Instituts haben mit technischer Unterstützung nordamerikanischer…
Mehr erfahren
Beweise für urzeitliche Waldbrände nahe des Südpols
Vor 90 Millionen Jahren war das Erdklima so warm, dass sogar in der heute eisigen Antarktis Dinosaurier durch sumpfige Regenwälder zogen. Ein Team unter Leitung von Alfred-Wegener-Institut, RWTH Aachen und Northumbria University hat nun in einem Sedimentbohrkern Beweise für regelmäßige Waldbrände in der kreidezeitlichen Antarktis nahe des Südpols gefunden. Die Feuer begünstigten offenbar die Ausbreitung von frühen Torfmooren in den feuchten Sumpfwäldern. Diese urzeitliche Ko-Evolution von Feuer und Vermoorung liefert wertvolle Informationen über die…
Mehr erfahren
Datenlücken an antarktischen Küsten beschränken Prognosen zum Meeresspiegelanstieg
Die antarktische Küstenzone ist nicht einfach nur der Rand des Kontinents. Sie ist ein eng verzahntes System, in dem das Eis des Eischilds sich über dem Meeresboden ausbreitet, erst aufliegend und weiter draußen als Schelfeise schwimmend. Hier werden Masse, Wärme und Nährstoffe in unterschiedlichen Prozessen mit dem Ozean ausgetauscht. Bereits kleinste Veränderungen können weitreichende Folgen für das System Erde haben. Dennoch sind wichtige Küstenbedingungen nach wie vor nur unzureichend erfasst, wie eine in der Fachzeitschrift Reviews of Geophysics…
Mehr erfahren
Zwei Millionen Seemeilen im Dienst der Forschung
Am 26. August 2026 hat die Polarstern eine stolze Marke erreicht: Satte zwei Millionen Seemeilen hat der deutsche Forschungseisbrecher seit seiner Indienststellung am 9. Dezember 1982 zurückgelegt. Immer an Bord ist natürlich die Schiffscrew aus gut 40 Personen, die für den zuverlässigen Betrieb sorgt; bis zu 55 Forschende untersuchen in internationalen Teams Prozesse vom Meeresgrund über die Wassersäule und das Meereis bis in die Atmosphäre.
Mehr erfahren
Zyklonen-Cluster in der Arktis reduzieren Meereis und gefährden Küsten
In der Arktis bestimmt das Wetter maßgeblich mit, wie viel Eis den Ozean bedeckt. Ein Wetterphänomen, das erheblichen Einfluss darauf nimmt, sind arktische Zyklone: Sie verursachen ungewöhnlich warme und stürmische Bedingungen, die typischerweise zu einem starken Eisverlust führen. Diese Bedingungen halten besonders lange an, wenn mehrere Zyklone rasch aufeinander folgen. Ein internationales Forschungsteam um das Alfred-Wegener-Institut hat mithilfe von Wetterdaten der letzten Jahrzehnte nun zum ersten Mal systematisch die Auswirkungen von sich häufenden…
Mehr erfahren
Neues Beobachtungssystem für den Südlichen Ozean
Am 1. August 2026 startet das EU-Projekt SYNCHRONY. Es soll dazu beitragen, im Südlichen Ozean und rund um die antarktischen Schelfe die raschen Veränderungen im komplexen System aus Ozean, Eis und Atmosphäre sowie deren Auswirkungen auf das globale Klima und die Biodiversität besser zu verstehen. Unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts werden Forschende aus insgesamt 27 weltweiten Partnerinstitutionen in interdisziplinären Arbeitspaketen das bestehende Beobachtungssytem optimieren und ausbauen, Datenströme vereinheitlichen, und neue Datenprodukte…
Mehr erfahren
Arktischer Ozean hält Kohlenstoff aus Permafrost fest unter Verschluss
Permafrost in der Arktis speichert große Mengen organischen Kohlenstoffs. Tauen die gefrorenen Böden oder brechen Küstenabschnitte ab, kann dieser ins Meer gelangen, wo ihn Mikroorganismen abbauen und in klimaschädliche Treibhausgase umwandeln können. Wie viel von diesem Kohlenstoff tatsächlich in die Atmosphäre gelangt und wie viel im Ozean verbleibt, ist jedoch bisher kaum bemessen. Forschende vom Alfred-Wegener-Institut und dem MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen konnten diese Frage nun zum ersten Mal für die…
Mehr erfahren
Polarstern bricht zum arktischen Langzeit-Observatorium HAUSGARTEN auf
Im Jahr 1999 initiierte das Alfred-Wegener-Institut ein ehrgeiziges Projekt: das HAUSGARTEN-Observatoriumin der Framstraße zwischen Nordostgrönland und Spitzbergen. Diese einzigartige Infrastruktur, die von eisbedeckten Gewässern bis in Tiefen von über 5.500 Metern reicht, ist heute ein Schlüsselstandort für die Beobachtung der Auswirkungen des Klimawandels auf polare marine Ökosysteme. Jetzt fasst eine Sonderausgabe der Fachzeitschrift Deep-Sea Research Part II: Topical Studies in Oceanography die wichtigsten Erkenntnisse aus 25 Jahren…
Mehr erfahren
ERC Advanced Grant für Potsdamer AWI-Forscherin
In den kommenden fünf Jahren kann sich Ulrike Herzschuh verstärkt mit dem Aussterben von Pflanzen-Arten befassen und dafür neue Methoden und Modelle entwickeln. Die Forscherin vom Alfred-Wegener-Institut in Potsdam erhält einen renommierten Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC). Diese Auszeichnung soll bahnbrechende und risikoreiche Forschung unterstützen, die neue wissenschaftliche Wege eröffnen könnte. Ihr Projekt „plantExtinct“ wird mit drei Millionen Euro gefördert.
Mehr erfahren