Universitäre Lehrveranstaltungen

Die Sektion Permafrostforschung bietet verschiedene Lehrveranstaltungen im Rahmen gemeinsamen Berufungen mit der Universität Potsdam und einer Kooperation mit der Universität Heidelberg an. Es werden derzeit Vorlesungen, Seminare, und Geländepraktika für Master- und Bachelorstudenten angeboten. In der Regel werden die Klassen in Englisch durchgeführt.

Permafrostlandschaften

Universität Potsdam

Master-Modul Geowissenschaften (MGEW15)

Dr. Jens Strauss

Lernziele

Die Studierenden verfügen über vertiefende Kenntnisse der Prinzipien der Bildung und Eigenschaft von Permafrost und können diese reflektieren sowie analysieren.
Die Studierenden können die Landschaftsentwicklung von Permafrostregionen beschreiben und Szenarien entwickeln, wie sich die Permafrostregion in der Vergangenheit verändert hat und in Zukunft verändern kann.
Die Studierenden wissen, welche Methoden und Techniken für die Untersuchung von Permafrostcharakteristiken und -dynamiken auf verschiedensten räumlichen und zeitlichen Skalen angewandt werden.
Die Studierenden sind in der Lage in diesem Bereich spezifische sowie fachübergreifende Diskussionen zu führen.
Die Studierenden können konstruktives Feedback zu Fachpräsentationen und -diskussionen geben.
Die Studierenden sind in der Lage wissenschaftliche Publikationen auszuwerten, aufzubereiten und zu präsentieren.

Lehrinhalte

Das Modul vermittelt einen Einblick in die Bildung, den Aufbau und die Veränderung von Permafrostlandschaften. Es werden grundlegende Kenntnisse über die Material- und Stoffumsätze beim Auftauen und Gefrieren von Permafrostböden vermittelt. Der Zusammenhang zwischen Wasser-, Energie und Stoffbilanz und der Emission oder dem Aufnehmen von Treibhausgasen bildet einen weiteren Schwerpunkt. Typische Landschaftsformen und deren Veränderungen werden mit Fernerkundungsmethoden erarbeitet.

Küstendynamik

Universität Potsdam

Prof. Dr. Hugues Lantuit

Geländekurs physische Geographie

Schneehydrologie und Gelaendeklima

HU Berlin

Prof. Dr. Julia Boike

Schneehydrologie und Gelaendeklima (WS 2018/2019)

Das Studienprojekt richtet sich an Studierende mit Interesse an vertiefender und problemorientierter Arbeit im Bereich der quantitative Physischen Geographie. Hierzu wird der Harz, insbesondere Oberharz, im Hinblick auf sein Klima und seine Hydrologie im Winter, insbesondere im Hinblick auf Schnee in der Landschaft, betrachtet.

Die obligatorischen Geländetage im Oberharz umfassen neben der intensiven Erkundung der Region (mit Schwerpunkt auf schneehydrologischen und geländeklimatologischen Fragestellungen) eine Kurzbesichtigung des DWD Bergobservatoriums am Brocken. Während der gesamten Zeit werden eigenständig meteorologische und hydrologische Messungen und die Erfassung von Parametern der Schneedecke durchgeführt, die anschließend in ein im Kurs zu entwickelndes Geoinformationssystem einfließen und für verschiedene Modellierungen genutzt werden.

Climate modelling and data analysis

HU Berlin

Master “Global Change Geography”

Dr. Moritz Langer

Das Modul “Climate modelling and data analysis” führt die Studierenden in dynamische und statistische Klimamodelle auf regionaler und globaler Ebene ein. Die physikalischen Grundlagen dieser Modelle werden mit Schwerpunkt auf Landoberflächensysteme von städtischen Umgebungen bis hin zu Tundra-Landschaften erläutert. Die Studenten wenden diese Klimamodelle an und üben dabei den Umgang mit Hochleistungsrechnern.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Analyse von Klimamodell- und Klimamodell-Ensemble-Simulationsdaten.

Field Observation in Climatology and Hydrology

HU Berlin

Master “Global Change Geography”

Dr. Moritz Langer

Die Vorlesung umfasst klimatologische-, mikro-meteorologische- und hydrologische Feldmethoden. Im Mittelpunkt stehen der Energie- und Massentransfer zwischen der Atmosphäre und dem Boden, die Eddy-Kovarianz-Methode, Abflussmessungen, der Austausch zwischen Oberflächen- und Grundwasser, sowie glaziologische Feldmethoden.
Die Feldarbeit findet auf proglazialen und periglazialen Böden, sowie auf dem Gletscher "Fürkelenferner" statt. Hierbei wird keine alpine Erfahrung vorausgesetzt.

Scientific Writing

HU Berlin

Prof. Dr. Julia Boike

WiSe 2020/21

Details

Writing is central to scientific communication and academic work. This course will introduce you to writing and reviewing scientific articles and theses. We will use a mixture of lectures, individual and group work, and article discussions to understand the DOs and DON'Ts in scientific writing. Foremost, you will learn strategies that are common to both thesis and paper writing, including (i) how to plan, organise and structure your article/thesis, (ii) how to research relevant literature, (iii) how to write different parts of articles/theses, (iv) how to plan and integrate visual items, (v) how to evaluate articles/theses of your peers, (vi) how to identify and avoid plagiarism, and (vii) how to cite. Additionally, we will discuss certain aspects that are specific to writing scientific articles, for example journal aims and scopes, editorial processes, cover letters, and author responses. In the end, you should be able to communicate your scientific results in a structured and appealing way, be it for your thesis, academia, or public and private sectors.

Fernerkundung von Permafrostregionen

Universität Potsdam

Master-Modul Geowissenschaften / Remote GEW-OBS04

Prof. Dr. Guido Grosse, Dr. Ingmar Nitze, Tabea Rettelbach

Lernziele

Die Studierenden verstehen die fernerkundlich detektierbaren Eigenschaften und Dynamiken von Permafrostregionen. Sie haben vertiefte Kenntnisse zu Permafrost-relevanten Datenprozessierungsmethoden. Sie sind in der Lage, ein Bildverarbeitungsprojekt eigenständig durchzuführen und die Ergebnisse vorzustellen.

Lehrinhalte

In diesem Modul werden wir uns auf terrestrische Regionen der Arktis konzentrieren, die nicht vergletschert, sondern vom Permafrost betroffen sind - etwa ein Viertel der Landmasse der Nordhalbkugel ist Teil der Permafrostzone, so dass eine enorme Vielfalt an Landformen, Landbedeckung, Prozessen und Dynamik anzutreffen ist, die teilweise oder vollständig von Gefrier- und Auftauprozessen auf verschiedenen räumlichen und zeitlichen Skalen angetrieben werden. Diese Regionen sind riesig, weit entfernt, logistisch anspruchsvoll und datenarm - Fernerkundung ist daher oft das Mittel der Wahl für viele Analysen, die notwendig sind, um besser zu verstehen, wie sich Permafrostregionen in einer sich rasch erwärmenden Arktis verändern und welche Rückkopplungen zwischen lokalen und globalen Entwicklungen bestehen.

Erfahren Sie mehr über arktische Klimaveränderungen, Kryosphäre und Permafrost; Permafrostlandschaften, Störungen, Trends; nördliche Landbedeckung und Vegetation; Permafrostgelände und Landformen; Tauwettersenkungen und Frosthebungen; Permafrostküstendynamik und Thermokarstseedynamik. Vermittelt wird Ihnen die Nutzung von interessanten Daten und Techniken zur Charakterisierung und Quantifizierung der Landschaftsdynamik in einer sich schnell verändernden Arktis: Wir werden hochauflösende luftgestützte Daten, hoch- und mittelauflösende Satellitenbilder, LiDAR, Big-Data-Ansätze mit Google Earth Engine, Hyperspektraldaten und einen Überblick über viele andere Methoden behandeln. Das Modul wird aus Vorlesungen, praktischen Übungen im PC-Pool und der Arbeit an einem bestimmten Semesterprojekt bestehen, das Sie zu Beginn auswählen können.

Doktoranden- und Postdoktoranden-Stellen

In Abhängigkeit von erfolgreicher Drittmittel-Einwerbung bieten wir gelegentlich auch Doktoranden oder Postdoktoranden-Stellen an. Diese werden offiziell auf der AWI Jobs Webseite eingestellt.

Darüber hinaus gibt es Möglichkeiten sich mit einem selbsteingeworbenen Stipendium an Forschungsprojekte der Sektion Permafrostforschung anzugliedern. Derzeit führen einige Doktoranden mit Hilfe von Stipendien verschiedener Stipendiengeber ein selbstständiges Forschungsprojekt als Gast in der Sektion durch.

Masterarbeiten und Praktika

Die Sektion Permafrostforschung bietet häufig Möglichkeiten für Studenten, in laufenden Forschungsprojekten Masterarbeitsthemen zu bearbeiten oder Praktika durchzuführen. Die möglichen Themenbereiche decken alle in der Sektion bearbeiteten Schwerpunktfelder ab und reichen dabei von der Sedimentologie, der Biogeochemie und Isotopenchemie, der Physischen Geographie und Fernerkundung, bis hin zur Paläoökologie und Genetik.

Wenn sie an einem Masterarbeits-Thema in diesen Schwerpunktthemen interessiert sind, sollten sie eine Bewerbung an die entsprechenden leitenden Wissenschaftler schicken, aus der ihre entsprechende Qualifizierung hervorgeht: Anschreiben, Lebenslauf, Abschluss-Zertifikate, Liste von abgeschlossenen bzw. belegten Kursen, sowie Computer-Kenntnisse (Software, Programmiersprachen).  Ebenfalls sollten sie ihren gewünschten Startzeitpunkt angeben.

Ausbildung zum/ zur Chemielaborant/in

Hast Du Lust auf eine spannende Ausbildung in Potsdam und Berlin und möchtest bei der Polarforschung in der Arktis und Antarktis eingebunden sein? Dann bist Du bei uns richtig!

Zusammen mit dem bbz Chemie Berlin und dem OSZ Lise-Meitner Berlin bieten wir in den Laboren des AWI Potsdam eine von der IHK anerkannte dreieinhalbjährige Ausbildung zum/zur Chemielaborant/in an.

Zusammengefasst findest Du Informationen auf einem

Flyer

und einem

Übersichtsposter.

Weitere Information stehen unter:
https://www.awi.de/arbeiten-lernen/auszubildende/ausbildungsberufe/chemielaborantin.html

Nächste Bewerbungsrunde voraussichtlich ab Ende 2020.