Temperatur und Salzgehalt im Arktischen Ozean.

Ein qualitätsgeprüfter Datensatz mit Messdaten seit 1980

Abb. 1: Verteilung der Daten für den Zeitraum 1980-2015 (ca. 300.000 Profile)
(Foto: Dr. Axel Behrendt, AWI)

Seit dem frühen 20. Jahrhundert werden hydrographische Messungen im arktischen Ozean durchgeführt. Obwohl die Arktis heute im Fokus des globalen Klimawandels steht, gibt es aufgrund der großen Meereisdecke nur wenige Messdaten aus dieser Region. Dabei sind sowohl historische als auch aktuelle Beobachtungsdaten wichtig, um klimarelevante Langzeitstudien im Arktischen Ozean durchführen zu können.

Viele der gesammelten Daten sind öffentlich zugänglich, liegen aber verstreut in verschiedenen elektronischen Archiven. Wissenschaftler, die am Klimawandel in der Arktis forschen, müssen deshalb meist Datensätze aus verschiedenen Datenbanken zusammentragen.

Ein Problem dabei ist, dass die frei verfügbaren Daten verschiedene, oder manchmal gar keine, Qualitätstests durchlaufen haben und oft mehrfach vorkommende Profile enthalten. 

Um die Forschung mit Daten aus dem Arktischen Ozean zu unterstützen, stellen wir einen vollständigen und qualitätsgeprüften Datensatz über Temperatur und Salzgehalt bereit, welcher leicht zugänglich und einfach zu handhaben ist. Dazu sammeln wir alle öffentlich zugänglichen Daten für den Arktischen Ozean nördlich von 65°, um damit umfangreiche Qualitätstests durchzuführen und doppelte sowie fehlerhafte Profile zu entfernen. Dieser ozeanographische Datensatz soll eine hohe und einheitliche Qualität besitzen und frei verfügbar sein.

Die Sammlung beginnt im Jahr 1980, da für den Zeitraum davor die Anzahl der verfügbaren Daten aus der zentralen Arktis sehr klein ist. Der korrigierte Datensatz soll jederzeit aktualisiert werden können. Die Aufnahme von neuen oder alten Daten, die bislang noch nicht enthalten sind, ist ausdrücklich erwünscht. Neben den Daten und Metadaten selbst, werden wir eine große Zahl an Übersichtskarten und Statistiken bereitstellen, die einen schnellen Überblick und leichten Zugang ermöglichen. 

Im zweiten Schritt sollen die Daten auf ein regelmäßiges Gitter und ausgewählte Tiefenschichten interpoliert werden.