Zur autonomen Erstellung von Messprofilen im tiefen Ozean

Es handelt sich bei diesem Gerät um ein verankertes System, welches Messprofile über die gesamte Wassertiefe im offenen Ozean gewinnt (typische Tiefen etwa 4 km), und dabei die Anforderung erfüllt, eine grosse Anzahl solcher Profile durchzuführen (typisch 200-400). So kann man tägliche oder zweitägliche Profile messen, wenn man die Verankerungen im Jahresrhythmus auswechselt.

Zeichnung zu Aufbau einer Joyo-Verankerung (Foto: Gereon Budéus AWI) (Foto: Alfred-Wegener-Institut)

Verankerte Messgeräte besitzen in der messenden Ozeanographie einen hohen Stellenwert, da sie mit ihren Zeitreihen sowohl die saisonale als auch die kurzzeitigere Variabilität im Ozean erfassen. Herkömmliche Verankerungen bestehen aus einem Grundgewicht und Messgeräten in verschiedenen Meerestiefen, die durch ein verbindendes Seil gehalten werden.

Es werden genügend Auftriebskörper angebracht, um diese Anordnung trotz des Gewichts von Seil und Geräten vertikal zu halten. Ungünstig ist für viele Anwendungen dabei, dass die Geräte mehrere hundert Meter auseinander liegen und keine Information zwischen ihnen gewonnen werden kann. Ebenfalls nachteilig ist die Verwendung einer Mehrzahl von Instrumenten, die alle individuell unterschiedliche Drift aufweisen.

Dies ist besonders relevant in polaren Gebieten mit ihren hohen Genauigkeitsanforderungen und in Gebieten, in denen mit Biofouling gerechnet werden muss.