SibLake - Ostsibirische Seen

 

Förderung

AWI, BMBF, DFG

Kooperation

  • Prof. Dr. Luidmilla Pestryakova, Northeast Federal University, Yakutsk, Russia.
  • Prof. Dr. Dmitry Subetto, Karelian Research Centre of RAS, Petrozavodsk, Russia.
  • Dr. Oleg Dirksen, Institute of Volcanology and Seismology, Petropavlovsk, Russia.
  • Dr. Veronika Dirksen, Institute of Volcanology and Seismology, Petropavlovsk, Russia.
  • Dr. Ulrike Hoff, Department of Geology, University of Tromsø, Norway.
  • Prof. Dr. Pavel Tarasov, Institute of Geological Sciences, Free University Berlin, Germany.
  • Prof. Dr. Ulrike Herzschuh, Dr. Hanno Meyer, AWI Potsdam

Hintergrund

Paläoklimatische Untersuchungen an terrestrischen Umweltarchiven in Ostsibirien wurden bisher nur in eingeschränktem Maße durchgeführt. Im Vergleich zu anderen Gebieten auf der Nordhalbkugel ist diese klimasensitive Region unterrepräsentiert. An der nordöstlichen Grenze Eurasiens gelegen umfasst sie den Übergang von der Arktis zur Subarktis und erlaubt die Rekonstruktion der Umweltgeschichte der periglazialen und kontinentalen Landmassen Jakutiens bis hin zu den maritim beeinflussten Gebieten der Kamtschatka-Halbinsel. Um das Verständnis der Paläoklima-Dynamik in Ostsibirien zu erweitern, wurden Sediment-Datensätze aus verschiedenen Seesystemen entlang von Nord-Süd- und West-Ost-Traversen untersucht. Die Studien verfolgten einen Mult-Proxy-Ansatz unter Berücksichtigung sedimentologischer und geochemischer Daten. Zudem wurden fossile Bioindikatoren berücksichtigt (Kieselalgen , Pollen, Zuckmückenlarven). Die Chronostratigraphie der untersuchten Datensätzen wurde durch Radiokarbon-Datierungen und Tephrostratigraphie vulkanischer Aschenlagen ermittelt.

Die ältesten Seen in Jakutien bildeten sich während der Weichsel-Eiszeit in alten Gletscherbecken Werchojansker Gebirge (Billjach-See) und im Vorland des Stanowoi-Gebirges (Bolshoi-Toko-See). Wie in anderen Regionen der Nordhemisphäre, lassen sich verschiedene kurzzeitige Interstadiale nachweisen. Die nacheiszeitliche Umweltgeschichte des Holozäns ist in den zahlreichen Thermokarst-Seen Nord- und Zentral-Jakutiens dokumentiert. Darin sind zeigen sich auffällige und wiederholte Wechsel in der Wasserführung, die auf die Dynamik des Permafrost-Untergrunds hindeuten und oftmals klimagesteuert sind. Markante Wasserstandszyklen treten im hundertjährigen bis zehnjährigen Rhythmus auf.  

Koordination

Dr. Boris Biskaborn (Post-Doc, Foto)

 

Co-Koordination

Dr. Bernhard Diekmann (Senior-Wissenschaftler)