Effekte extremer Temperaturen und Salzgehalte auf die Physio- und Immunologie von Wolfsbarschen

Der menschgemachte Klimawandel führt zu einer Häufung extremer Wetterereignisse wie Hitze- aber auch Kältewellen. Diese Umweltveränderungen haben auch Einfluss auf das Verhalten, die Futteraufnahmen, Überlebensraten und die Reproduktion von Fischen in Aquakulturen.  

Im Rahmen einer Doktorarbeit werden die möglichen Effekte extremer Temperaturen und Salzgehalte auf den Wolfsbarsche (Dicentrarchus labrax L.) untersucht. Der Wolfsbarsch ist ein besonders in der Mittelmeerregion beliebter und wirtschaftlich wichtiger Aquakulturfisch. Er wächst optimal bei Temperaturen von 22 °C bis 24 °C und Salzgehalten von 26 bis 32 ppm. Auf Wassertemperaturen über 30 °C reagiert er hingegen sehr empfindlich. Diese werden immer häufiger in den Netzkäfigen und Ponds erreicht. Dadurch leidet das Wohlbefinden der Fische und führt zu geringeren Wachstumsraten und unter Umständen auch zu hohen Verlusten.  

In ExtrKlimAqua wird getestet welchen Einfluss extreme Temperaturen und Salzgehalt auf das Stresslevel der Fische haben. In einem weiteren Schritt wird untersucht welche Maßnahmen geeignet sind, die Fische bei der Anpassung an die neuen extremeren Bedingungen zu unterstützen.      

 

Gefördert durch ein Stependium des Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

In Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT)