Die Geschichte der Meeresforschung auf Helgoland

Helgoland hat eine der längsten meeresbiologischen Traditionen in Europa wenn nicht weltweit. Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts zieht Helgoland Forscher aus aller Welt an, die einmaligen Habitate wie das Felswatt für ihre Forschung zu nutzen (Werner 1993). Ehrenberg z.B. untersuchte Biolumineszenz in dem Geisseltierchen Noctiluca scintillans in den Gewässern um Helgoland und der berühmte Physiologe Hermann Müller beschäftigte sich mit den Lebenszyklen von Stachelhäutern, während sein Student Ernst Haeckel nach Helgoland kam, um einzellige Organismen zu untersuchen. Er schrieb mehrere wichtige Monographien z.B. über Radiolarien. Diese wurden nicht nur aufgrund der in ihnen enthaltenen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse sondern auch wegen der wunderbaren Illustrationen berühmt. 1892 wurde die Biologische Anstalt Helgoland, gemeinhin bekannt als 'die Bio' offiziell eröffnet und feiert daher 2017 ihren 125. Geburtstag. Helgoland und Sylt haben hier eine 'gemeinsame Geschichte, denn auch auf Sylt wurde schon 1924 eine Meeresstation eröffnet, die 'Austernstation List' die später Teil der Biologischen Anstalt Helgoland wurde und jetzt ebenfalls als Wattenmeerstation Sylt in das Alfred-Wegener Institut integriert ist.

Veranstaltungsdetails: Wir laden alle Interessierten herzlich ein, beim Tag der offenen Tür die Mitarbeiter und ihre Arbeit kennenzulernen. Außerdem wird es offizielle Feierlichkeiten mit geladenen Gästen geben.

Literatur zur Geschichte der BAH

In den Helgoländer Meeresunter-suchungen sind zwei Bände zur Geschichte der Biologischen Anstalt Helgoland erschienen:

Petra Werner (1992)
Die Biologische Anstalt vor 1945
Helgoländer Meeresunters. 47 (Suppl.)

Erik Hagmeier (1998)
Die Biologische Anstalt nach 1945
Helgoländer Meeresunters. 52 (Suppl.)