Automatische Wetterstationen (AWS)

Zur Ergänzung der meteorologischen Langzeitmessungen in der Antarktis (Neumayer_III), der Arktis (AWIPEV) und auf den Ozeanen (Polarstern) werden automatische Wetterstationen betrieben.

Ihre Anzahl und Einsatzorte richten sich nach den wissenschaftlichen Anforderungen und werden aus logistischen Gründen in der Regel in Verbindung mit Experimenten koordiniert damit mindestens jährlich eine Wartung möglich ist.

Verantwortlich:

Wissenschaftlich: Gert König-Langlo
Technisch: Bernd Loose, Lewin Probst

AWS Søråsen
AWS Filchner

AWS Parallelmessungen am Messfeld von Neumayer_III (Foto: Gert König-Langlo)

Es werden am AWI modifizierte automatische Wetterstationen der Firma Campell Scientific verwendet. Zur Erprobung und quantifizierung ihrer typischen Messfehler - die in einem ungewarteten Betrieb unvermeidlich sind - wurden sie mehrere Jahre direkt am meteorologischen Messfeld von Neumayer_III betrieben.

Sie liefern folgende Daten aus teilweise bis zu 2 verschiedenen Höhen:

  • Luftdruck aus der Höhe der AWS,
  • Lufttemperatur,
  • relative Luftfeuchtigkeit in Bezug auf Wasser,
  • Windrichtung,
  • Windgeschwindigkeit,
  • relative Höhe der Schneeoberfläche,
  • Globalstrahlung,
  • Reflexstrahlung,
  • Gegenstrahlung,
  • Ausstrahlung,
  • Spannung an der Versorgungsbatterie und
  • Betriebstemperatur des AD-Wandlers.

Von den gewonnenen Daten werden Minutenmittel aufgezeichnet und parallel dazu über IRIDIUM stündlich ans AWI übertragen. Aktuelle Daten werden unverzüglich in das Globale Telekommunikationssystem (GTS) der Wold Meteorology Organization (WMO) eingespeist und dienen somit u.a. der Verbesserung der Wettervorhersage.