Fächerecholot

Echolote werden für bathymetrische Untersuchungen genutzt, um akustisch, also mit Hilfe von Schallsignalen, den Meeresboden abzutasten. Über die Zeit, die der Schall für die zurückgelegte Strecke benötigt, lässt sich die Meerestiefe bestimmen. Bei klassischen Echoloten ergibt so jede Messung einen Tiefenwert. Bei Fächerecholoten werden pro Messung quasi zeitgleich mehrere Tiefenwerte ermittelt. Vom Schiff ausgehend wird in einem Fächer quer zur Fahrtrichtung des Schiffs der Meeresboden abgetastet. Auf diese Weise wird bei jeder Fahrt gleich ein breiter Streifen Meeresboden vermessen. Die absolute Breite dieses Streifens hängt von der Wassertiefe ab. Unter Idealbedingungen kann der Streifen sechs mal so breit sein, wie das Meer an der vermessenen Stelle tief ist. Zusätzlich zur reinen Wassertiefeninformation können die Fächerecholotdaten auch Aufschluß über die Beschaffenheit das Meeresbodens liefern. So ist es z.B. möglich, an Hand der Fächerecholotdaten zu rekonstruieren, ob sich am Meeresboden Schlamm, Sand oder Gestein befindet. Zusätzlich zu Meeresbodenkarten lassen sich so auch wertvolle Informationen für biologische und geologische Studien gewinnen.

An Bord des Forschungseisbrechers Polarstern ist ein Tiefseefächerecholot HYDROSWEEP DS III der Firma STN-Atlas-Hydrographic fest installiert. Mit diesem Lot lassen sich Meeresbodentiefen bis in 11’000 m Wassertiefe erfassen. Dabei werden mit Frequenzen zwischen 13,6 und 16,4 kHz pro Messung bis zu 320 Punkte am Meeresboden direkt vermessen. Durch zusätzliche Berechnungen lassen sich bei jeder Messung bis zu 920 Wassertiefen ermitteln. 

Fächerecholotvermessung des Meeresbodens von dem Forschungseisbrecher Polarstern