Ökophysiologie pelagischer Schlüsselarten

Antarktischer Krill (Foto: Carsten Pape)

Polare, pelagische Schlüsselarten haben einen großen Einfluss auf die Funktion polarer mariner Ökosysteme. Sie besitzen zum einen eine zentrale Stellung im marinen Nahrungsnetz und verbinden dabei  die Primärproduktion an der Basis mit höheren trophischen Ebenen bis hin zu den Prädatoren an der Spitze der Nahrungskette. Zum anderen besitzen sie eine Schlüsselfunktion beim Transport von biogenem Kohlenstoff aus dem Oberflächenwasser in tiefere Wasserschichten bzw. zum Meeresboden. Die Verwendung pelagischer Schlüsselarten als Modellorganismen in polaren Ozeanen ist daher eine geeignete Möglichkeit organismische Veränderungen und Reaktionen des Ökosystems unter heutigen und zukünftigen Klimawandel-Szenarien zu verstehen und vorherzusagen.