Hustedt Zentrum für Diatomeenforschung

Diatomeen, auch Kieselalgen genannt, sind die bedeutendsten Biomasse- und Sauerstoffproduzenten im Meer und im Süßwasser. Sie wandeln gelöstes Kohlendioxid durch Photosynthese in organische Substanz um und spielen eine entscheidende Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf.
Ihre komplexen, artspezifischen Zellwandstrukturen aus Kieselerde (Siliciumdioxid) sind von außergewöhnlicher Schönheit. Nach dem Tod der Algen lagern sich die leeren Schalen in den Sedimenten von Seen und Meeren ab. Sie liefern wertvolle Informationen über vergangene Umwelt- und Klimabedingungen und sind wichtige Fossilien zur Rekonstruktion von Millionen Jahren Erdgeschichte.

Die mikroskopische Untersuchung von Diatomeen stellt eine große Herausforderung dar. Oft lassen sich die feinen Strukturen nur mit den besten lichtmikroskopischen Objektiven oder gar Elektronenmikroskopen auflösen.

Zu Vergleichzwecken haben Spezialisten weltweit Referenzsammlungen der beschriebenen Gattungen, Arten oder Varietäten angelegt. Eine der größten ist die Privatsammlung von Dr. Friedrich Hustedt, die 1968 dem Institut für Meeresforschung in Bremerhaven übergeben wurde und heute im Alfred-Wegener-Institut angesiedelt ist.

Team

Arbeitsgruppenleiter / Kurator:
Dr. Bánk Beszteri

Technische Assistenz:
Sarah Olischläger

Vertretung aktuell:
Fenina Buttler

Doktoranden:
Stefan Pinkernell
Michael Kloster