Pilotprojekt 2013-2015

Hummeransiedlung im Offshore-Windpark Riffgat

Maßnahme zur Erhaltung und Stabilisierung der bedrohten Art in der Deutschen Bucht und Grundlagenforschung zur Ökologie des Hummers

Die Population des Europäischen Hummers (Homarus gammarus) bei Helgoland stagniert seit mehreren Jahrzehnten auf sehr niedrigem Niveau. Der Hummer ist für einen gesunden marinen Lebensraum wichtig. Als oberster Regulator stabilisiert der Hummer die Hartboden-Lebensgemeinschaften und garantiert somit für eine hohe Artenvielfalt. Ein Markierung-Wiederfang-Programm auf Helgoland hat gezeigt, dass ausgesetzte Hummer eine hohe Standorttreue zu ihrem Aussetzgebiet aufweisen. In diesem Pilot Projekt wird untersucht, ob eine sekundäre Nutzung des Kolkschutzes (Natursteine) an Windkraftfundamenten als Hummerlebensraum dazu beitragen können, den speziell an kleine Lebensräume angepassten Helgoländer Hummer zu bewahren. Einige tausend aufgezogene Helgoländer Jungtiere  wurden im Sommer 2014 an den Windkraftfundamenten des Windparks Riffgat angesiedelt, um folgende Fragen zu beantworten:

  • Welche Besatzdichte an Junghummern ist für eine erfolgreiche Ansiedlung an Offshore-Bauten notwendig
  • Wie entwickelt sich die übrige Megafauna in den Hummeraussetzgebieten und in einem Referenzgebiet?

Der Einfluss der Hummeransiedlung auf das Vorkommen und die Häufigkeit von größeren Krebsen und Fischen wird mit Hilfe von Sichtbeobachtungen und fischereilichen Beprobungen untersucht.

Projektfinanzierung: Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)

Team

Prof. Dr. Heinz-Dieter Franke

Dr. Isabel Schmalenbach

Michael Janke

 

Projektpartner

Dr. Roland Krone

 

Links

Bilder und Video des Helgoländer Hummers

Aufgezogener Helgoländer Junghummer (Foto: I. Schmalenbach)
Korbfischerei im Offshore-Windpark Riffgat (Foto: M. Janke)