FRontiers in Arctic marine Monitoring

 

Unsere Fähigkeit die komplexen biologischen, chemischen und geologischen Prozesse im Ozean und an Land zu verstehen wird durch das weitgehende Fehlen integrativer und interdisziplinärer Observatorien stark beeinträchtigt. Das Hauptziel des FRAM Observatoriums ist die permanente Anwesenheit in allen Kompartimenten des Ozeans, um Echtzeitdaten zur Erdsystemdynamik, der Klimavariabilität und damit verbundener Veränderungen im marinen Ökosystem zu gewinnen. Zusammen mit Partnern aus Deutschland und Europa ist das AWI bestrebt eine derartige Infrastruktur aufzubauen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Erd- und Umweltforschung zu leisten.

Das FRAM Ozean Observatorium wird im Übergangsbereich zwischen dem nördlichen Nord-Atlantik und dem zentralen Arktischen Ozean aufgebaut, einem durch den Klimawandel stark beeinträchtigten und besonders sensiblen Bereich des Erdsystems. Im Zentrum der Arbeiten stehen Untersuchungen zu den Effekten veränderter Strömungsverhältnisse und Wassermasseneigenschaften sowie des Eisrückgangs auf das marine Ökosystem und seinen Funktionen und Dienstleistungen.


 

FRAM wird existierende und künftige Sensoren und Mess-Plattformen implementieren, die uns die synchrone Erfassung relevanter Ozeanvariablen erlauben und die Untersuchung physikalischer, chemischer und biologischer Prozesse in der Wassersäule und am Meeresboden ermöglichen werden. Experimentelle und ereignisgesteuerte Systeme werden das Aufgabenspektrum reiner Mess-Plattformen ergänzen. Kontinuierliche Langzeitdaten in angemessener räumlicher und zeitlicher Auflösung sowie Basisdaten für die Fernerkundung und verschiedenste Modellierungsansätze gehören zu den Produkten der Infrastruktur.

 

Kontakt: A. Boetius, T. Kanzow

 

Literatur:

Soltwedel, T., Schauer, U., Boebel, O., Nöthig, E.-M., Bracher, A., Metfies, K., Schewe, I., Klages, M.,  Boetius, A. (2013): FRAM - FRontiers in Arctic marine Monitoring: Permanent Observations in a Gateway to the Arctic Ocean. OCEANS - Bergen, 2013 MTS/IEEE. doi:10.1109/OCEANS Bergen.2013.6608008

Seit: 2014

Region: Framstraße, zentrale Arktis

Instrumentierung:

Forschungsplattformen auf Eisschollen, autonome Unterwasserfahrzeuge, Verankerungsketten, stationäre und mobile Meeresbodenplattformen mit autonomen Mess- und Registrier-Systemen, Probensammlern, Analysegeräten und Kameras

Ansprechpartner: Antje Boetius

Publikationen: ePIC

Daten: Pangaea