Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der mittleren und hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die nationale und internationale Wissenschaft zur Verfügung.


 
 

Im Fokus

Ozeanversauerung – Der böse Zwilling der Klimaerwärmung

Rund die Hälfte der Kohlendioxidmenge, die durch Auspuffrohre und Schlote in die Atmosphäre gelangt ist, haben die Ozeane über die letzten zweihundert Jahre aufgenommen - doch nicht ohne Folgen. Denn löst sich Kohlendioxid im Wasser, entsteht Kohlensäure. Diese senkt den pH-Wert des Meerwassers und lässt die Ozeane saurer werden. Welche Folgen das für ihre Bewohner und die Menschen hat und wie Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes dieses Themengebiet erforschen, erfahren Sie hier.


 

Pressemitteilungen

26. April 2013: Qualitätssiegel zum Jubiläum: Wissenschaftler feiern den 10. Jahrestag der deutsch-französischen Arktisstation auf Spitzbergen und deren Aufnahme in neues Klimadatennetzwerk

An der deutsch-französischen Arktis-Forschungsstation AWIPEV auf Spitzbergen gibt es heute gleich zweifach Grund zur Freude: Zum einen feiert die Wissenschaftsgemeinde am nördlichsten Forschungsstandort der Welt den 10. Jahrestag der Kooperation zwischen dem deutschen Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und dem französischen Institut Polaire Paul Emile Victor (IPEV). Zum anderen erhält die Station am heutigen Tag als erste meteorologische Einrichtung weltweit das Qualitätssiegel des Klimadatennetzwerkes GRUAN. Dessen Ziel ist es, Höhenprofile von Klimaparametern wie Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit weltweit nach einheitlichen Qualitätsstandards zu messen, um die Beobachtungen global vergleichen zu können.

Zur Pressemitteilung: Ein Qualitätssiegel zum Jubiläum

 

23. April 2013: Putins versprochener Neubau steht: AWI-Permafrostforscher beginnen mit der Arbeit an der neuen Forschungsstation im russischen Lena-Delta

Permafrost-Experten des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, führen derzeit eine mehrwöchige Frühjahrsexpedition in das Lena-Delta durch. Dabei untersuchen sie in der Tundra das Zusammenspiel von Atmosphäre, Schneedecke und dem gefrorenen Erdboden. Ermöglicht wird das Leben und Forschen bei wenig frühlingshaften Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius durch die neu erbaute russische Forschungsstation „Samoylov“. Das imposante Gebäude ist auf Initiative des russischen Staatsoberhauptes Wladimir Putin errichtet worden und ersetzt seit dieser Woche die alte deutsch-russische Station aus dem Jahr 1998. An ihr hatten Wissenschaftler nur im kurzen sibirischen Sommer arbeiten können.

Zur Pressemitteilung: Putins versprochener Neubau steht

 

18. April 2013: Windparks auf See als neue Hummerheimat? Land Niedersachen fördert ein Pilotprojekt Helgoländer Forschender

Mit knapp 700.000 Euro fördert das Land Niedersachsen ein Pilotprojekt zur Ansiedlung des Europäischen Hummers im Offshore-Windpark „Riffgat“. Forschende des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, starten jetzt die Aufzucht von 3.000 Hummern, die sie im Jahr 2014 auswildern werden. Sie wollen untersuchen, ob sich Hummer erfolgreich zwischen den Windrädern ansiedeln.

Windparks auf See als neue Hummerheimat?

 

17. April 2013: Noch mehr Stress für den Kabeljau? Meeresbiologen starten neues Forschungsprojekt zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den begehrten Speisefisch

Seit wenigen Jahren wissen Forscher, dass der Kabeljau die Flucht Richtung Arktis ergreift, wenn ihm das Wasser in seinem angestammten Lebensraum zu warm wird. Die Schwärme aus dem Atlantischen Ozean zum Beispiel ziehen im Sommer inzwischen bis nach Spitzbergen und dringen dort in das Revier des Polardorsches ein. Biologen des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, wollen in den kommenden zweieinhalb Jahren gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Kiel, Bremen, Düsseldorf und Münster herausfinden, welche Folgen diese klimabedingte Wanderung für den Bestand beider Speisefischarten hat, wie die Fische auf das wärmer und saurer werdende Wasser reagieren und in welchen Lebensstadien ihnen die Veränderungen am gefährlichsten werden. Die ersten Untersuchungen laufen bereits als Teil des gemeinsamen Großprojektes BIOACID. Im Fokus steht dabei der Fischnachwuchs.

Zur Pressemitteilung: Noch mehr Stress für den Kabeljau?

 

 
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