Offshore Windparks

Offshore Windpark alpha ventus in der Deutschen Bucht
Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz hat die Bundesregierung im Jahr 2000 die Förderung der Energiegewinnung aus regenerativen Quellen festgeschrieben. Ein bedeutender Schritt ist dabei die Produktion elektrischer Energie aus Windkraft. Hierzu sollen in den kommenden Jahrzehnten umfangreiche Offshore-Windparks mit insgesamt mehreren tausend Windenergieanlagen in der Deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone der Nordsee errichtet werden. Aufgrund bisher fehlender Erfahrung mit dieser neuen Form der industriellen Nutzung der Nordsee, mahnt das Bundesamt für Naturschutz eine verantwortungsvolle Vorgehensweise beim Ausbau der Offshore-Windenergie sowie umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen der möglichen Folgen für die Meeresumwelt an.

Forschungsplattform Fino I in der Deutschen Bucht
Gemeinsam mit Partnern erforscht das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit seit Jahren die Auswirkungen von Offshore-Windenergieanlagen auf die Meeresumwelt. An der Forschungsplattform FINO 1 sowie in dem ersten deutschen Offshore-Windpark alpha ventus in der Nordsee konnte gezeigt werden, dass die Fundamente der Offshore-Windkraftanlagen einerseits von zahlreichen Organismen besiedelt werden andererseits aber auch den umgebenden Meeresboden und die darin lebenden Organismengemeinschaften verändern. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen der räumlichen Modellierung von Verbreitungsmustern ausgewählter Arten sowie der Beratung von Behörden, Umweltverbänden und Entscheidungsträgern, um einen umweltschonenden Ausbau der Offshore-Windenergie zu gewährleisten.




