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Fremde Arten in Nordsee und Wattenmeer

Pazifische Austern bedecken seit der Jahrtausendwende hektargroße Flächen des Wattenmeeres

 

Durch den zunehmenden internationalen Waren- und Schiffsverkehr gelangen derzeit immer mehr Organismen fremder Küsten in die Nordsee und das Wattenmeer. Sie überleben den wochenlangen transkontinentalen Weg über die Weltmeere im Ballastwasser oder angeheftet an der Außenhaut von Schiffen. Durchschnittlich etabliert sich derzeit eine exotische Art pro Jahr in der südöstlichen Nordsee, mit teilweise tiefgreifenden Auswirkungen auf die heimischen Organismengemeinschaften. So überwuchern Pazifische Austern heimische Miesmuschelbänke, wodurch die Nahrung miesmuschelfressender Krebse und Vögel knapp werden kann.


 

Der Japanische Beerentang bildet neue Lebensräume aus

Andererseits bilden eingeschleppte Algen aus Japan dichte Wälder unter Wasser. Diese zusätzliche Struktur wird von einer beeindruckenden Vielfalt heimischer Organismen genutzt, die dort ganz neue Gemeinschaften ausbilden. Somit sind die Auswirkungen exotischer Arten vielseitig und die dadurch verursachten Veränderung revolutionär. Dieser durch den Menschen verursachte ökologische Wandel an der Nordseeküste ist ein zentrales Thema der Nordseeumweltforschung des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung und umfasst die Untersuchung ökologischer Auswirkungen fremder Organismen, die Vorhersage künftiger Entwicklungen angesichts der Arteninvasion und die öffentliche Beratung zum Umgang mit den Einwanderern.


 
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