Druckversion dieser Seite
PDF-Version dieser Seite

 

Logistik

Der Zugang in die Polarregionen setzt ein leistungsfähiges und auf die spezifischen Erfordernisse abgestimmtes Instrumentarium voraus. Dazu gehören eisbrechende Forschungsschiffe, ganzjährig betriebene Stationen als logistische Stützpunkte mit angeschlossenen Observatorien, sowie speziell ausgestattete Flugzeuge und Fahrzeuge für Einsätze zu Lande und in der Luft. Leistungsfähige Kommunikationsverbindungen und lokale Netzwerke werden für die Datenerfassung und -übertragung benötigt. Erst die dauerhafte Verfügbarkeit derartiger Infrastrukturen ermöglicht eine effiziente und international hochrangige marine und terrestrische Polarforschung.

Das AWI betreibt das Forschungs- und Versorgungsschiff Polarstern, zwei Forschungsflugzeuge, je eine permanent besetzte Station in der Arktis und Antarktis sowie Sommerstationen, die für spezielle wissenschaftliche Fragestellungen langfristig eingerichtet sind. Vielfältige Erfahrungen gibt es bei der Durchführung von Traversen, die bis auf das antarktische Inlandeisplateau geführt werden. Für derartige Vorhaben wird eine Flotte an Zugfahrzeugen, Lastschlitten, Wohn- und Frachtcontainern sowie Tankcontainern an der Neumayer Station vorgehalten, die auf einem hohen technischen Standard aufgebaut ist.

Die Logistik des AWI koordiniert Vorbereitungen und Expeditionsabläufe, entwickelt und realisiert technische Vorhaben für die Polarexpeditionen und rüstet in jedem Jahr mehr als 800 Expeditionsteilnehmer aus. Für den Betrieb der Forschungsplattformen werden technische und logistische Leistungen im Rahmen von Betriebsführungsverträgen erbracht. Diese umfassen den Flug- und Schiffsbetrieb, Personaleinsatz, Wartungs- und Reparaturarbeiten, Betreuung und Weiterentwicklung wissenschaftlich-technischer Systeme und EDV-Anlagen sowie Bereitstellung von Verpflegung und Treibstoffen.

Der Einsatz der mobilen Forschungsplattform und der Stationsbetrieb in der Arktis und Antarktis können nur im Rahmen einer engen internationalen Kooperation bewerkstelligt werden. Ohne diese Zusammenarbeit wären die Aufwendungen für die deutsche Polarforschung erheblich größer. Das AWI nutzt in vielfältiger Weise diese Möglichkeiten und stellt eigene Infrastrukturen zur Verfügung. Für die Antarktisexpeditionen bildet die Zusammenarbeit der nationalen Antarktisprogramme der Konsultativstaaten (COMNAP/SCALOP) die Grundlage für die Planung und Durchführung. Hinzu kommen bilaterale Vereinbarungen, bei denen logistische Operationen, wie zum Beispiel der Einsatz der Polarflugzeuge oder die Versorgung der Neumayer Station, für jede Saison abgestimmt und realisiert werden. Wichtige internationale Kooperationspartner sind Südafrika, Großbritannien, Argentinien, Norwegen, Japan, Schweden, Russland, Frankreich und die Niederlande.


 
Druckversion dieser Seite
PDF-Version dieser Seite
 

Kontakt