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Die Hülle der Station Neumayer III ist fast geschlossen und der russische Versorgungseisbrecher Ivan Papanin leistet weitere Versorgungsarbeit.

Das Stahlgerüst der Ballonfüllhalle hat ein Gewicht von 12 Tonnen und wird auf das Dach der Neumayer III Station gehoben.

Nach einigen Versuchen an die Eiskante zu gelangen, fand die Entladung der Ivan Papinin auf dem Meereis statt.

Die Fassade in Sandwich Bauweise wird an dem Stahlgerüst der Station montiert.

Baustelle Neumayer III - Die Ballonfüllhalle ist auf dem Dach der Station montiert.

Wer weiß, ob es einfach Zufall ist oder das neue Jahr damit zu tun hat. Die Stürme der vergangenen Wochen haben sich beruhigt und seit dem dritten Januar können die Außenarbeiten an der Station Neumayer III fortgeführt werden. Im Inneren des Baus musste die Baumannschaft noch einige Zeit darauf verwenden, die Spuren der Schneedrift weg zu räumen und die Gänge und Fußböden vom Eis und Schnee zu befreien. Der erste Schritt der Außenarbeiten war die Fertigstellung der Fassadenwestseite. Nun geht es mit den Arbeiten an der Nordseite der Station weiter. Wie ein riesiges Puzzle werden die einzelnen Teile an dem Stahlgerüst der Station befestigt, und nach und nach schließt sich die Außenhülle mit dem darauf befindlichen Schriftzug - Neumayer-Station -. Zeitgleich werden im Inneren weitere Kabel gezogen, die hochmoderne Klimazentrale der Station wird zusammengesetzt, Böden werden verlegt und die Inneneinrichtung montiert.

Es ist ein unbeschreibliches Gewusel auf der Baustelle Neumayer III. Auf allen Gängen und in allen Räumen wird gearbeitet und jeder packt an, wo es Not tut. Die letzten Wochen des schlechten Wetters haben Zeit und Anstrengungen gekostet, und jeder hier an der Baustelle hat den engen Zeitplan im Hinterkopf. Dank der zahlreichen Innenarbeiten, die vorzeitig erledigt werden konnten, ist dieser bislang nicht gefährdet. Zudem versprechen  die Wetterprognosen beste Voraussetzungen für die nächsten Tage.

Auch das zweite Versorgungsschiff, der russische Eisbrecher Ivan Papanin hat nach tagelangem Rammbetrieb einen Weg durch das Meereis gefunden. Der Weg in die Atka-Bucht war durch dichtes Eis schon viele Seemeilen vor der Schelfeiskante versperrt.
Nach einigen Versuchen an diese zu gelangen, wurde entschieden, die Entladung über das Meereis durchzuführen.
Nahe der Position der Polarstern vor gut drei Wochen, konnte die Ladung der Papanin letztendlich gelöscht werden. Mit Pistenbullys wurden die Container und Stahlteile über das Meereis  zur Baustelle Neumayer III transportiert. Mit auf den Lastenschlitten waren auch verschiedene Forschungslabore. Eines davon das Spurenstoffobservatorium, welches im März, gut 5 Kilometer von der Neumayer III Station entfernt in Betrieb gehen wird.

Während die Fassadenbauer noch damit beschäftigt sind, die Hülle der Station zu schließen, hat der Stahlbau seinen letzten großen Beitrag schon geleistet. Die Ballonfüllhalle wurde auf dem Eis vormontiert und mit dem Kran auf das Dach der Station gehoben.
Das gut vier Meter hohe Konstrukt wird im weiteren Bauverlauf noch mit einer Fassade geschlossen, und zwei große Rolltore ermöglichen das Ein- und Austreten auf das Stationsdach. Dieser Ort wird von den Meteorologen  genutzt, um Wetterballons in den antarktischen Himmel steigen zu lassen und ihre Beobachtungen durchzuführen.

Nun warten wir alle gespannt auf das Ende der Fassadenarbeiten, die Dank dem guten Wetter zügig vorangehen. Und im Inneren der Station wird es in manchen Räumen allmählich  schon wohnlich; den Heizlüftern sei Dank.

Michael Trapp, realnature.tv im Auftrag des Alfred-Wegener-Instituts


 
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