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Das Dallmann-Labor - Verschiedene Nationen unter einem Dach

(c) Katharina Zacher/Alfred Wegener Institut

Antarktische Halbinsel, Südshetlandinseln 
Position: 62°14´S, 58°40´W

Im Januar 1994 eröffneten das AWI und das Instituto Antártico Argentino (IAA) gemeinsam das Dallmann-Labor an der argentinischen Station Jubany auf King George Island. Der Name erinnert an den Bremer Polarmeerfahrer Eduard Dallmann. Das Labor ist die erste Forschungseinrichtung mehrerer Nationen in der Antarktis. Es wurde vertraglich eine Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland, den Niederlanden und Argentinien vereinbart.

Das Dallmann-Labor hat zwölf Wohn- und Arbeitsplätze und ist mit vier Laboren, Werkstatt und Lager, einem Aquariencontainer, Tauchereinrichtungen und einigen Iglu-Hütten ausgestattet. Während die Jubany-Station ganzjährig besetzt ist, ist das Dallmann-Labor nur im Südsommer geöffnet, d.h. von Oktober bis März.

Unterstützt durch die argentinische Logistik, bietet das Labor Biologen und Geowissenschaftlern Arbeitsmöglichkeiten in eisfreien Gebieten und im küstennahen Flachwasser. Dies ist nur in wenigen antarktischen Gebieten möglich, in denen die Küste nicht von dickem Schelfeis bedeckt ist. Forschungstaucher untersuchen Zusammensetzung und Stabilität von Algen- und Tiergemeinschaften. Erkenntnisse über die Nahrungsbeziehungen und die Physiologie der Arten ermöglichen den Wissenschaftlern Aussagen über die Entwicklung der polaren Lebensgemeinschaften angesichts globaler Umweltveränderungen. An den meisten Projekten sind Partner aus Argentinien, den Niederlanden und Deutschland gemeinsam beteiligt.


 
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Kontakt

Wissenschaftlicher Koordinator:
Prof. Dr. Thomas Brey

Koordinator Logistik:
Dirk Mengedoht