Die Expedition ARK-XXV/2
Wochenberichte
7. Juli 2010: Von Svalbard bis Grönland – Multidisziplinäre Untersuchungen in der Framstraße
14. Juli 2010: „Gartenarbeiten” vor Spitzbergen
21. Juli 2010: „Wasser-Spiele” – Die Untersuchungen unserer Planktologen
29. Juli 2010: Vögel, Robben, Wale - und andere Vagabunden
Zusammenfassung und Fahrtverlauf
Der zweite Fahrtabschnitt der 25. Polarstern Expedition in die Arktis begann am 30. Juni 2010 in Longyearbyen und endet am 29. Juli 2010 in Reykjavik. Die Arbeiten im Bereich des Tiefsee-Langzeitobservatoriums HAUSGARTEN tragen zum Forschungsprogramm PACES (Polar regions and coasts in the Changing Earth system) des AWI bei und leisten darüber hinaus Beiträge zu den EU-Projekten ESONET, HERMIONE und HYPOX. Im Rahmen der HAUSGARTEN Arbeiten wird der Einfluss klimatisch induzierter Veränderungen auf ein arktisches Tiefseeökosystem dokumentiert. Klimabedingte Veränderungen der Plankton-Zusammensetzung in der Framstraße werden durch die am AWI etablierte Arbeitsgruppe PEBCAO (Phytoplankton Ecology and Biogeochemistry in the Changing Arctic Ocean) untersucht. Im KONGHAU-Projekt (Impact of climate change on Arctic marine community structures and food webs) werden weitere Probennahmen auf dem Svalbard-Schelf und im Bereich des Kongsfjords durchgeführt. KONGHAU vereinigt Flachwasser- und Tiefsee-Daten aus Langzeitbeobachtungen der letzten 12 Jahre. Die in das EU-Projekt ACOBAR (Acoustic technology for observing the interior of the Arctic Ocean) eingebetteten ozeanographischen Arbeiten haben zum Ziel, Änderungen des Wassermassen- und Wärmeaustauschs zwischen dem Nordpolarmeer und dem nördlichen Atlantik und die Zirkulation in der Framstraße zu quantifizieren. Dafür werden Temperatur und Salzgehalt entlang eines Schnitts bei 78°50’N gemessen sowie Wasserproben genommen, um Spurenstoffe zu quantifizieren. Ozeanographische Verankerungen, die vor zwei Jahren auf diesem Schnitt ausgelegt wurden, werden aufgenommen und mit neuem Gerät wieder ausgelegt, um die Langzeitmessung fortzuführen. Während des gesamten Fahrtabschnitts werden die Beobachtungen von Seevögeln und marinen Säugetieren aus dem vorhergehenden Fahrtabschnitt fortgesetzt.



