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Die Expedition ARK-XXIII/3

Wochenberichte

17. August 2008: Von Reykjavik um die Südspitze Grönlands

24. August 2008: In der Nordwestpassage

31. August 2008: In der Ostsibirischen See

10. September 2008: Ostsibirische See

16. September 2008: Ostsibirische See

26. September 2008: Auf dem Mendelejew-Rücken

1. Oktober 2008: Im dichten Packeis

9. Oktober 2008: Probenentnahme auf dem Gakkel-Rücken

14. Oktober 2008: Heimweg


 

Zusammenfassung und Fahrtverlauf

Die Expedition ARK-XXIII/3 wird am 12. August 2008 in Reikjavik (Island) beginnen und endet am 19. Oktober 2008 in Bremerhaven. Das Forschungsgebiet dieser Expedition liegt in der Ostsibirischen See. Hierfür soll bei der Anfahrt die Nordwestpassage (Nordkanada) und bei der Rückfahrt die Nordostpassage befahren werden. Der Schwerpunkt des wissenschafltichen Programmes liegt auf geowissenschaftlichen Experimenten an der Schnittstelle des Mendelejew-Rückens mit dem ostsibirischen Schelfs. So weit es die Eisverhältnisse erlauben werden, sollen hier umfangreiche reflexionsseismische Daten erhoben werden, um einen Beitrag zum besseren Verständnis der tektonischen Entwicklung dieser Region zu leisten. Im idealen Fall sollen lange Profile vom Kanada-Becken über den Mendelejew-Rücken in das Makarov Becken erhoben werden, um Hinweise auf die relativen Alter des Rücken zu den beiden Becken zu erhalten. An der Schnittstelle des Rückens mit dem Schelf sind Gebiete mit hohen Sedimentationsraten von besonderem Interesse, um neue Erkenntnisse über die jüngere geologische Vergangenheit hinsichtlich der Meereis-bedeckung zu erhalten. Sowohl die kurzen Kerne als auch die seismischen Profile sollen letzt-endlich verwendet werden, um einen eingereichten IODP Bohrvorschlag weiter zu stützen. Mit Hilfe der geowissenschafltichen Daten sollen neue Bohrlokationen bestimmt werden. Falls die seismischen Daten Hinweise auf alte Schichtabfolgen liefern, die am Meeresboden aussbeissen, soll eine Beprobung mit einem Schwerelot versucht werden. Ozeanographische Experimente (CTD) sollen parallel zu den geologischen Stationen durch-geführt werden, um die Änderungen in der Zusammensetzung der Wassermassen in der Arktis weiterhin zu dokumentieren. Zusätzlich sollen XCTD vom Helikopter und fahrendem Schiff aus eingesetzt werden. Im östlichen Nansen-Becken sollen fernerhin Driftbojen auf Eis-schollen installiert werden, die für ca. 12 Monate Informationen über Salzgehalt, Temperatur etc. über eine Satellitenverbindung senden sollen. Ebenfalls in Verbindung mit den geologischen Stationen bzw. Transekten sollen biologische Arbeiten mit einem Multinetz durchgeführt werden, um die Verteilung der Copepode Oithona simili im Arktischen Ozean zu dokumentieren. Weitere biologische Untersuchungen zur Biodiversität entlang der Mendelejew und Gakkel Rücken sind geplant. In Ergänzung des biologischen Programmes werden vogelkundliche Beobachtungen während der gesamten Expedition durchgeführt, um die Artenverteilung insbesondere in der Hocharktis zu erfassen.

 

Geochemische Arbeiten (Isotopen Analysen) sind vorgesehen, um die Transportwege der unterschiedlichen arktischen Wassermassen zu beschreiben. Hierfür wird kontinuierlich das wissenschaftliche Pumpensystem des Forschungsschiffes Polarstern sowie Wasserproben der ozeanografischen Rosette verwenden, die parallel zu den CTD Messungen genommen werden.

 

Fahrtverlauf

12. August 2008: Auslaufen Reykjavik (Island)

19. Oktober 2008: Ankunft in Bremerhaven

 


 
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Kontakt

Fahrtleiter
Wilfried Jokat

Koordinator
Eberhard Fahrbach


 

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