Die Expedition ARK-XXIII/2
Wochenberichte
14. Juli 2008: Beginn der Arbeiten in der östlichen Framstraße
21. Juli 2008: Reiche wissenschaftliche Ernte im AWI-HAUSGARTEN
28. Juli 2008: Erfolgreicher Abschluss der Verankerungsarbeiten bei dichter Eisbedeckung
4. August 2008: Forschung in der Polynja und die Suche nach den seismischen Stationen
11. August 2008: Die nördlichste Position und Abschluss der geodätischen Arbeiten
Zusammenfassung und Fahrtverlauf
Das Forschungsarbeiten während der Reise erfolgen im Rahmen des Internationalen Polarjahres 2007/2008 (IPY). Das Untersuchungsgebiet des Fahrtabschnitts ARK-XXIII/2 umfasst die Framstraße zwischen Spitzbergen und Grönland sowie die Nordostwasser Polynja an der nordöstlichen Spitze von Grönland.
Die Forschungsarbeiten werden mit ozeanographischen Studien beginnen, um den Wassermassen- und Wärmeaustausch zwischen dem Atlantischen Ozean und dem Nordpolarmeer zu untersuchen. Die für die Langzeitmessungen ausgelegten Verankerungen werden aufgenommen und wieder ausgelegt. In Rahmen der biologischen Arbeiten im sogenannten „AWI-Hausgarten“ werden schwerpunkmäßig die benthischen Lebensgemeinschaften untersucht. Neben dem Austausch von Verankerungen werden optische Systeme zur Erfassung der Besiedlung des Bodens eingesetzt sowie Netzfänge und Sedimentproben genommen.
Danach wird Polarstern nach Norden fahren, um Geräte für die seismischen und geodätischen Arbeiten auf großen Eisschollen bzw. auf Grönland per Helikopter auszubringen. So sollen Erdbeben von extrem geringer Stärke bzw. die vertikalen und horizontalen Bewegungsraten der grönländischen Erdkruste bestimmt werden.
Nach Ausbringen der Sensoren werden in der Nordostwasser Polynja vor Grönland hydrographische, chemische und biologische Untersuchungen durchgeführt. Das Mesozooplankton wird in hoher Auflösung mit einem neu entwickelten optischen System bestimmt. Die chemischen Arbeiten konzentrieren sich auf die Produktion von Methan und Dimethylsulfide (DMS), beides wichtige Gase in der Atmosphäre. Anhand der Nährsalzkonzentrationen auf dem grönländischen Schelf wird der Anteil pazifischen Wassers, das durch die Beringstraße in den arktischen Ozean gelangt, bestimmt.
Während des gesamten Fahrtabschnitts werden die Beobachtungen von Seevögeln und Säugetieren fortgesetzt. Nach Abschluss der Arbeiten in der Polynja werden die Sensoren auf den Eisschollen und auf Grönland wieder aufgenommen.
Fahrtverlauf:
4. Juli 2008: Auslaufen Longyearbyen (Spitzbergen)
5. Juli 2008: Beginn Stationsarbeiten
10. August 2008: Einlaufen Reykjavik (Island)


