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ANT-XXV/5, Wochenbericht Nr. 1

Punta Arenas – Las Palmas – Bremerhaven
11. April – 24. Mai 2009

Tourismo Polarstern stand auf dem Charterbus, der uns am 11. April mittags von Punta Arenas zur Raffinerie und Bunkerstation Cabo Negro brachte. Der Ort liegt 30 km nördlich der Stadt an der Magellan-Straße, wo kurz nach 18:00 der letzte Fahrtabschnitt der POLARSTERN-Fahrt ANT-XXV begann. Das Schiff ist seit dem 31. Oktober 2008 unterwegs. Die Rückfahrt nach Bremerhaven wird zum wiederholten Mal zu kontinuierlichen Messungen von Energie- und Stoffflüsse in der planetarischen Grenz-schicht genutzt. Die wissenschaftliche Crew (11 Personen) besteht ausschließlich aus Angehörigen deutscher Institute, was im Hinblick auf vorangegangene Abschnitte eine absolute Ausnahmesituation an Bord darstellt.

Die Fahrroute führt seit dem Verlassen der Magellan-Straße direkt in Richtung des Rio-Grande-Rückens, wo im Vema-Kanal früher begonnene hydrographische Beobachtungen fortgesetzt werden sollen. Inzwischen arbeiten alle registrierenden Apparaturen im Dauerbetrieb, und zwei flache CTD-Stationen wurden ohne Schwierigkeiten gefahren.

Zwei Angehörige aus der Organisationseinheit Integrative Ökophysiologie des Alfred-Wegener-Instituts befinden sich weiterhin an Bord. Es ist ihre Aufgabe, lebende Fische aus antarktischen Gewässern zu betreuen und zu molekular-genetischen und physiologischen Untersuchungen nach Bremerhaven zu bringen.Hier folgt der Kurzbericht von Heidrun Windisch und Nils Koschnick:

In der Mehrzahl handelt es sich bei den Fischen um die antarktische Aalmutter,  Pachycara brachycephalum, eine barschartige Art. Darüber hinaus sind noch vier weitere Arten in kleinerer Stückzahl vertreten.

Die Fische sind an extrem niedrige Temperaturen um den Nullpunkt angepasst, und täglich muss das Wasser in den Hälterungsbecken gewechselt werden. Deshalb wird die Überquerung der Tropen zu einer großen Herausforderung. Für einen Austausch müssen große Mengen Seewasser vorgekühlt, die Wasserqualität kontinuierlich überprüft werden. Nur so kann die Gesundheit der Tiere gewährleistet werden.

Nach einer köstlichen Folge von kulinarischen Genüssen zu Ostern grüßen wir alle Angehörigen, Kollegen und Freunde, die unsere Reise mit Interesse begleiten, aus dem Südatlantik bei 45°S, 57°W.

Walter Zenk (Fahrtleiter)
16. April 2009, 45° S, 57° W

Die antarktische Aalmutter Pachycara brachycephalum. (Foto: H. Windisch, Alfred-Wegener-Institut)


 
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