Die Expedition ANT-XXV/5
Wochenberichte
16. April 2009: Von Punta Arenas in den Südatlantik
24. April 2009: Durch den Südatlantik bis zum Vema-Kanal
30. April 2009: Vom Vema-Kanal zum Äquator
10. Mai 2009: Fahrt über den Äquator
19. Mai 2009: Zwischenstopp in Las Palmas
25. Mai 2009: Die ruhige Biskaya
Zusammenfassung und Fahrtverlauf
Am 11. April 2009 wird das Forschungsschiff Polarstern die Rückreise von Punta Arenas nach Bremerhaven antreten. Die Fahrt wird hauptsächlich zur kontinuierlichen Untersuchung atmosphärischer und ozeanischer Eigenschaften sowie der Energie- und Stoffflüsse zwischen Ozean und Atmosphäre genutzt. Bei einem Zwischenstopp in Las Palmas auf Gran Canaria findet am 13. Mal ein begrenzter Wechsel des wissenschaftlichen Personals statt. Am 24. Mai wird das Schiff in Bremerhaven einlaufen.
Zur Dauererprobung für den operationellen Betrieb an Bord von Handels- und Forschungsschiffe kommen verschiedene autonome Messplattformen zur Bestimmung des Stoff- und Energieaustausches zwischen Ozean und Atmosphäre zum Einsatz. Die Fernerkundung der Aerosol-Zusammensetzung in der Atmosphärensäule ist Forschungsgegenstand der meteorologischen Arbeitsgruppe. Dabei stehen die Aerosol-Wolken-Wechselwirkungen und meridionale Gradienten des troposphärischen Aerosols im Mittelpunkt der Beobachtungen.
Ferner ist geplant, die 1972 in internationaler Zusammenarbeit begonnene Temperaturzeitreihe vom Boden der Tiefsee im Vema-Kanal (31°S, 39°W) fortzusetzen. Die kontinuierliche Aufnahme der horizontalen Geschwindigkeitsverteilung in der oberen Wassersäule nach dem Doppler-Verfahren (ADCP) vermehrt die Anzahl der bereits verfügbaren Strömungsschnitte und erlaubt so das Studium von intrasaisonalen und saisonalen Schwankungen der Hauptströmungszweige in niederen Breiten des Atlantiks. Zusätzlich sollen diese Daten als Referenz für laufende Beobachtungen mit verankerten Geräten am Äquator bei 23°W genutzt werden.
In Las Palmas werden zusätzliche Fahrtteilnehmer an Bord kommen, um an einem Kurs zum Betrieb des Parasoundlots P-70 teilzunehmen und das neue akustische POSIDONIA-Ortungssystem des Schiffs zu testen. Schließlich dient die Transitfahrt dem betreuten Transport lebender Tiere aus Antarktischen Gewässern zwecks späterer molekular-genetischer und physiologischer Untersuchungen in Bremerhaven.


