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Die Expedition ANT-XXV/3

 

Wochenberichte

22. Januar 2009: Passage durch den Südatlantik

3. Februar 2009: Die Suche nach einem geeigneten Ozeanwirbel und der Beginn unseres Experiments

17. Februar 2009: Enwicklungen in unserem Garten

26. Februar 2009: Was hätte passieren können, aber nicht geschah

9. März 2009: Unser Garten wird beweidet


 

Zusammenfassung und Fahrtverlauf

 

Der dritte Fahrtabschnitt der Antarktisexpedition ANT XXV ist dem deutsch-indischen Eisendüngungsexperiment LOHAFEX (LOHA ist das Hindi Wort für Eisen und FEX steht für Fertilization EXperiment) gewidmet. Die Fahrt wird gemeinsam durchgeführt vom National Institute of Oceanography (NIO) Goa des Council of Scientific and Industrial Research, Indien, und dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft. Ein interdisziplinäres Team bestehend aus 48 Wissenschaftlern aus Indien (29), Deutschland (10), Italien (3), Spanien (2), Großbritannien (2), Frankreich und Chile (jeweils 1) werden an Bord „Polarstern“ eng zusammenarbeiten, um die im gedüngten Fleck des Ozeans zu erwartende Algenblüte zu verfolgen und dessen Einfluss auf die Chemie und Biologie für mindestens 45 Tage zu untersuchen.

 

In den letzten 10 Jahren haben sich in-situ Eisendüngungsexperimente als verlässliche Methode herausgestellt biogeochemische und ökologische Hypothesen zu testen, die durch andere Mittel nicht zugänglich sind. Das interdisziplinäre Experiment LOHAFEX wird eine Reihe von unabhängigen, aber miteinander verbundenen Hypothesen testen, von denen einige im Folgenden erwähnt sind:

 

a) John Martins Eisen-Hypothese mit ihren Geo-Engineering Folgen.

b) Die Planktonartenzusammensetzung in einer experimentell induzierten Blüte im produktiven Südwesten des Atlantischen Sektors wird sich von Planktonblüten vorheriger Experimente in Niedrigproduktionsgebieten unterscheiden.

c) Die Krebstiere des Zooplanktons, insbesondere Krill, sind nahrungslimitiert, was den gegenwärtigen Rückgang der Krillbestände erklären könnte.

d) Eisengedüngte Blüten führen zur Produktion schädlicher Gase mit nachteiligen Folgen für die Atmosphäre.

Diese und andere Hypothesen sprechen fundamentale Fragen der Erdsystem- und Biodiversitätsforschung an, die relevant für unser Verständnis von der Rolle der marinen Biosphäre für das Klima der Vergangenheit und der Gegenwart sind sowie zu einem besseren Verständnis der Funktionsweise mariner Ökosysteme führen.

 

Reiseverlauf

 

• 7. Januar 2009: Auslaufen Kapstadt, Südafrika

• 17. März 2009: Ankunft Punta Arenas, Chile

 

 

 


 
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Kontakt

Fahrtleiter
Prof. Dr. Victor Smetacek

Dr. Wajih Naqvi

 

Koordinator
Eberhard Fahrbach

 

 

 

 

 


 

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