Die Expedition ANT-XXIV/4
Wochenberichte
16. Mai 2008: Analytik
9. Mai 2008: Über den Äquator – Lichtvariationen
2. Mai 2008: Heiter bis wolkig
24. April 2008: Stürmischer Anfang
Zusammenfassung und Fahrtverlauf
Der Atlantiktransfer von Punta Arenas nach Bremerhaven wird zur kontinuierlichen Untersuchung atmosphärischer und ozeanischer Eigenschaften sowie der Energie und Stoffflüsse zwischen Ozean und Atmosphäre genutzt. Die Fahrt verläuft auf direktem Weg mit täglichen kurzen Stationsmessungen des Lichtangebots und der Phytoplanktonkonzentration. Im Vema-Kanal wird eine ozeanographische CTD-Messung erfolgen, um zu einer mehrjährigen Zeitreihe der Messung des antarktischen Tiefenwassers beizutragen.
Um die experimentelle Erfassung von Stoff- und Energieaustausch zwischen Ozean und Atmosphäre zu verbessen, werden im Rahmen des Leibniz-Verbundprojektes OCEANET (http://www.ifm-geomar.de/~oceanet) mittels der Vernetzung der Expertisen des IFM-GEOMAR (CO2-/O2-Flüsse, photosynthetischer Status, Energiehaushalt, Fernerkundung), des GKSS Forschungszentrums („FerryBox“ und Fernerkundung der marinen Biologie), und des AWI-Bremerhaven (CO2-System, marine Infrastruktur von Polarstern) autonome Messsysteme entwickelt, die langfristig für den operationellen Betrieb an Bord verfügbarer Forschungsschiffe zum Einsatz kommen sollen. Ab 2009 wird das im Projekt beteiligte Leibniz-Institut für Troposphärenforschung IfT mit der aktiven Atmosphärenfernerkundung mittels Lidar beitragen.
Als Beitrag zum maritimen Aerosol-Netzes der NASA (http://aeronet.gsfc.nasa.gov/new_web/maritime_aerosol_network.html) wird halbstündlich die optische Dicke des Aerosol in der Atmosphärensäule gemessen, um Aerosol-Wolken-Wechselwirkungen und den meridionale Gradienten des troposphärischen Aerosols zu erforschen.
Zur Bestimmung atmosphärischer Spurengase werden spektral hochaufgelöste Messungen des Transmissionsvermögens der Atmosphäre vorgenommen.
Schiffsgetragene ADCP-Messungen des äquatorialen Strömungssystems erhöhen die Verfügbarkeit von Strömungsschnitten und erlauben so das Studium von intrasaisonaler bis saisonaler Variabilität des Transports der Hauptströmungszweige.
Durch die Kombination von Fernerkundung und in-situ-Messung
der ozeanischen Optik wird die Abschätzung der globalen marinen Primärproduktion sowie die der Verteilung der wesentlichen funktionalen Gruppen des Phytoplanktons, der Produktivität und Komposition des Phytoplanktons und des partikulären organischen Kohlenstoffs verbessert.
Die meisten der auf dieser Überfahrt kontinuierlich erfassten Größen dienen auch der Validierung der satellitengetragenen Fernerkundung von Atmosphäre und Ozean.
Fahrtverlauf
18. April 2008: Auslaufen Kapstadt
20. Mai 2008: Einlaufen Bremerhaven


