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Auswertung der Voranträge

 

 

Auf den Aufruf zur Abgabe von Voranträgen zur Nutzung der Polarstern im Zeitraum Sommer 2011 bis Frühjahr 2014 sind 38 Anträge für die Arktis mit etwa 1400 Tagen Schiffszeit und 41 Anträgen für die Antarktis mit etwa 1500 Tagen Schiffszeit eingegangen. Zur Verfügung stehen etwa 1000 Tage in Arktis und Antarktis. Es ist damit zu rechnen, dass zur Abgabe der Vollanträge noch zusätzliche Projekte eingereicht werden. Damit liegt eine dreifache Überbeantragung vor.

 

Um diese Situation in den Griff zu bekommen, hat das AWI-Direktorium folgendes Vorgehen beschlossen:

 

1. Verlängerung des Planungszeitraums von der Arktis-Saison 2011 bis Arktis-Saison 2014 um eine Arktis-Saison.

 

2. Die beanspruchte Zeit kann etwa um 25% reduziert werden, indem Anträge regional so zusammengeführt werden, dass Transferzeiten wegfallen.

 

3. Nachdem die Anträge im Fahrtgebiet gruppiert sind, muss innerhalb der Fahrtabschnitte eine weitere Einsparung erfolgen, indem der Arbeitsumfang für die Einzelanträge um etwa 25% reduziert wird.

 

4. Einige Fahrtgebiete können in diesem Planungszeitraum nicht berücksichtigt werden. Die Entscheidung erfolgt auf der Grundlage, ob sie vor Kurzem besucht wurden oder mit anderen Schiffen bearbeitet werden können. Die Antragsteller für diese Fahrtgebiete werden direkt informiert.

 

Unter Berücksichtung dieser Maßnahmen stehen für die Arktis jeweils eine Saison in 2011, 2012 und 2014 mit einem Abschnitt im Frühsommer in das Europäische Nordmeer und einem Abschnitt im Spätsommer in die hohe Arktis zur Verfügung.

 

Für die Antarktis stehen der Südsommer 2011/12, 2012/13 und 2013/14 sowie der Südwinter 2013 zur Verfügung. Somit können die Winterreisen stattfinden, sie müssen aber im Vergleich zu den jetzt vorliegenden Anträgen um ein Jahr nach hinten verschoben werden.

 

Die Aufteilung der Fahrtanträge auf die verschiedenen Fahrtabschnitte wird nach Abschluss der Begutachtung der Vollanträge erfolgen, die bestimmen wird, ob der einzelne Antrag berücksichtigt werden kann.

 

Die Abgabe von Anträgen für den Zeitraum nach Sommer 2014 ist nicht sinnvoll, da für diesen Zeitraum eine neue Ausschreibung erfolgen wird. Arbeitsgebiete, die im vorliegenden Antragszeitraum nicht berücksichtigt werden können, werden allerdings im nächsten Planungszeitraum mit Priorität behandelt.

 

Wir bitten, die Anträge auf Englisch einzureichen, da die große Anzahl von Anträgen, die Hinzuziehung ausländischer Gutachter erfordern wird.

 

Wir weisen darauf hin, dass in den Anträgen ein überzeugendes Datenkonzept geliefert werden muss. Dazu wurde der Leitfaden zur Antragsformulierung in Absprache mit der Senatskommission für Ozeangraphie erweitert.

 

 

Der Abgabetermin für die Vollanträge wird auf den 1. Dezember 2009 verschoben.

 


 
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