REKLIM
Helmholtz-Verbund Regionale Klimaänderungen
Die regionalen Auswirkungen des Klimawandels rücken in den Blickpunkt
Seit jeher bestimmen Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Eis, Ozean und Landoberflächen das Klimageschehen der Erde. Um die damit verbundenen Austauschprozesse und langzeitigen Entwicklungen im Klimasystem besser beschreiben zu können, haben in den vergangenen Jahren globale Klimamodelle erfolgreich dazu beigetragen, ein erstes Verständnis großskaliger natürlicher Klimaschwankungen und des menschlichen Einflusses auf das Klima aufzubauen. Allerdings sind viele Prozesse, die das Klima auf verschiedenen zeitlichen und räumlichen Skalen beeinflussen, noch nicht gut erforscht.

Abb. 1: Globale Anomalien der Lufttemperatur an der Erdoberfläche im Zeitraum von 1860 bis zur Gegenwart (Datengrundlage: data.giss.nasa.gov/gistemp/ )
Aktuell existiert in der Wissenschaft ein breiter Konsens, dass die gegenwärtige Erwärmung der Erde (Abb. 1) mit hoher Wahrscheinlichkeit überwiegend auf erhöhte Konzentrationen von Treibhausgasen und auf veränderte Landnutzung
zurückzuführen ist. Die konkreten Auswirkungen auf einzelne Regionen sind jedoch bisher wenig verstanden. Ob der Klimawandel beispielsweise bedingt, dass in einer Region die Sommer trockener oder die Winter feuchter werden, ist wissenschaftlich nicht ausreichend abgesichert. Für die landwirtschaftliche Nutzung ist aber genau dies die entscheidende Frage. Ebenso sind für politische und wirtschaftliche Entscheidungsprozesse zum Beispiel detaillierte Szenarien zum Anstieg des Meeresspiegels wichtig, um die Küstenschutzmaßnahmen entsprechend anpassen zu können.
Um diese und andere Themen zu erforschen und hierzu genauere Aussagen treffen zu können, haben sich acht Forschungszentren der Helmholtz- Gemeinschaft zum Helmholtz-Verbund Regionale Klimaänderungen (REKLIM) zusammengeschlossen (Abb. 2). Das Spektrum der Forschungsthemen reicht von der regionalen Klimamodellierung des Erdsystems, über Beobachtungsprogramme in der Arktis und in Europa sowie der Untersuchung des Beitrags chemischer Prozesse in der Atmosphäre bis hin zur Analyse von extremen Wetterereignissen wie Hagelschlag, Stürmen, Hochwasser und Dürren. Auch Fragen zu sozioökonomischen Folgen, das Management von Klimaeinflüssen und die Entwicklung von Anpassungsstrategien zählen dazu.








