The Hybrid Arctic/Antarctic Float Observing System (HAFOS)
Eine Großinvestition der Helmholtz-Gemeinschaft.
HAFOS ist ein Beitrag zum Arktischen-Ozean-Beobachtungssystem (SAON) und dem Arctic -ROOS sowie zum Südlichen-Ozean-Beobachtungssystem (SOOS), die von den bestimmenden internationalen Organisationen wie dem Weltklima-Froschungsprogramm (WCRP) über Projekte wie CLIVAR getragen werden. Sie stellen einen Teil des Global Ocean Observing System (GOOS) des International Oceanographic Councel (IOC) dar. Ziel dieser internationalen Beobachtungssysteme ist es, Messungen mit ausreichender zeitlicher und räumlicher Abdeckung zu ermöglichen, mit denen längerfristige Veränderungen im Ozean erfasst werden können. Dies ist notwendig, um zu analysieren, in wie weit die erkennbaren Veränderungen durch natürliche und/oder anthropogene Ursachen ausgelöst werden. Dabei spielen biogeochemische Veränderungen zunehmend eine Rolle und sollen mit erfasst werden. Da natürliche und anthropogene Ursachen nur im Modell eindeutig getrennt werden können, sind Modellvalidierung und Verbesserung durch langfristige Messungen unumgänglich, um dieses Ziel zu erreichen.
HAFOS ist ein Beitrag, diese global gedachten Systeme auch in den polaren Ozeanen zu etablieren.
Natürliche Systeme sind einem breiten Spektrum von Fluktuationen unterworfen, die nur bei ausreichender Auflösung richtig erkannt werden können. Daher sind Schiffsmessungen mit variablen Zeitabständen (mehrere Jahre) keine ausreichende Grundlage längerfristige Veränderungen quantitativ zu diagnostizieren, sondern sie müssen durch quasi-kontinuierliche Messungen mit autonomen Systemen an Schlüsselpunkten vervollständigt werden. Mehrjährige bis dekadische Veränderungen haben komplizierte räumliche Strukturen. Daher genügen lokale Messungen nicht, sondern die flächenmäßige Erfassung ist notwendig. Lokale Messungen hoher Genauigkeit und zeitlicher Auflösung erfolgen mit verankerten Geräten, die unterschiedliche Sensoren, akustische Registriergeräte (PAM), Strömungsmesser (ADCP) und Datenplattformem (Pop-Ups) und Auslöser mit Transpondern tragen. Flächenmäßig erfassende Messungen erfolgen durch sogenannte Floats, d.h. frei treibende Plattformen, die im Ozean auf- und abtauchen, um vertikale Profile zu messen.
Die Daten werden über eine Satellitenverbindung übertragen.
Unter dem Eis erfolgt die Positionsbestimmung mit Hilfe von RAFOS-Schallquellen, die sich in den Verankerungen befinden. In der Arktis werden auf Grund der längeren Lebensdauer des Meereises Eisplattformen eingesetzt, die an einem Draht vertikal profilierende Geräte tragen (ITP). Steuerbare Messplattformen, so genannte Gleiter (glider), profilieren ebenfalls vertikal, aber sie bewegen sich dabei gezielt horizontal auf einem vorgeschrieben Messkurs.
Im Rahmen von HAFOS sind Messungen vom Schiff aus, mit Verankerungen, Floats, Eisplattformen (ITP) und Gleitern (glider) in den polaren Ozeanen geplant. HAFOS ist regional auf die Arbeitsgebiete des des Helmholtz-Programmes “The Polar Regions and Coasts in the Changing Earth System” (PACES) fokussiert. Im Arktischen Ozean erfolgt die Anwendung der mit HAFOS gesammelten Daten im Rahmen des Projekts NORDATLANTIC, in der Framstraße im Rahmen von ACOBAR und im Südlichen Ozean im Rahmen von WECCON.





